Es geht nicht einfach an, das Christentum mit dem Westen gleichzusetzen und den Islam mit dem Osten. Besonders gilt das für die Zeit, in der Kleinasien noch ein christliches Land war und Spanien, Portugal und Sizilien die Heimat einer blühenden muslimischen Kultur. Das "goldene Zeitalter" des Islam lag zwischen 800 und 1100, also im Mittelalter. Die westliche Kultur wuchs auf im Schatten der damals fortgeschrittenen Kultur der islamischen Welt und von ihr - mehr noch als von Byzanz - bezog sie ihren Teil an griechischer Wissenschaft und Philosophie. Lange Zeit hat das in der Völkerwanderung kulturell verarmte Europa von arabischen Chemikern, Ärzten, Mathematikern und Geographen gelernt.
Wilhelm Epting, VHS Stuttgart Kostet 8,- Euro für 1,5 Stunde heute Abend. Schon dieser kurze Text zeigt, dass man auf Selbstkosten angeschmiert wird. Ich hatte gerade diese Tage nachgedacht und wollte schon das Thema wieder ansprechen. Weiterlesen »
Dies hier hat kaum was mit der Politik oder Islam zu tun - es ist nur ein Stück Kulturgeschichte. Unsere Kulturgeschichte! Ohne Moslems. Obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass auch dieser Teil in 10-20 Jahren umgedichtet wird, wie die Sache mit den türkischen Trümmerfrauen oder mit vielen vermeintlichen arabischen wissenschaftlichen Entdeckungen des Mittelalters.
"Arbeiter verlassen die Lumiere-Fabrik", 1895, Gebrüder Lumiere
Das Schönheitsideal der Menschen ist zunächst von grundsätzlichen biologischen Prämissen gesteuert, die allen voran zur Zeugung von gesunden Nachkommen und Aufzucht dienten. Die helle Haut ermöglichte in kalten Gegenden eine bessere Resorption des Vitamin D, hübsche asiatische Schlitzaugen verminderten die Strahleneinwirkung und große Busen oder breite Schulter - ist doch klar, was sie versprachen. (Sonnenschirm war ein notwendiges Zubehör)
Darüber hinaus gibt es aber trendige Schönheitsideale, die zu einer gewissen Zeit von einer gewissen Gruppe gehegt werden und die eine Aussagekraft über das Selbstbewußtsein oder die Tiefenpsychologie der betreffenden Volksgruppe haben. Weiterlesen »