Für die deutsche Hausfrau vom 1943: “Man nehme… so man hat”

Der Artikel wurde aktualisiert. Wir entschuldigen uns für die technischen Pannen von vorhin.

Liebe Leser, viele von euch machen sich schon Pläne für das Festessen zu  Weihnachten, vor allem wenn ihr die Familie zu Besuch habt.  Für manchen  stellt sich natürlich die Frage, ob es für alles reicht, was man haben möchte, denn der Armutsbericht spricht nicht von irgendwelchen abstrakten Zahlen, sondern von Menschen. Und deswegen gehen wir davon aus, dass der eine oder andere unter unseren Lesern auch

betroffen ist.  Das sehen die linken Gutmenschen nicht so. Sie, die oft auf den fetten Pfründen sitzen, verlangen die Umverteilung, weil sie davon ausgehen, dass andere reich seien (z. B. die deutschen Islamkritiker), während sie, die linken Abgeordneten, Besitzer von mehreren linken Szenencafés, oder Besitzer von einem Reiterhof, Chefredakteur einer linken Zeitung, linker TV-Intendant, oder Porsche-Fahrer  die “Armen” und “Benachteiligten” Deutschlands seien.

Die Migranten stellen sich “die reichen Deutschen” noch klischeehafter vor: Sie kommen bereits aus ihren Ländern mit der Vorstellung, dass in Deutschland “das Geld aus der Wand kommt” (Bankautomat). Eine Gruppe Islamkritiker  hat im vergangenen Jahr einen hochrangigen Funktionär der evangelischen Kirche libanesischer Herkunft in einem öffentlichen Vortrag sagen gehört: Die Deutschen haben 5000 Euro Gehalt, sie fahren Mercedes, sie wohnen in Villen.

Auf der anderen Seite hört man gerade die älteren Deutschen, wie hart sie und ihre Eltern gearbeitet haben, um etwas zu erreichen: 6-Tage-Woche, kaufen auf Kredit, froh sein, als endlich die Hungerzeiten nach dem Krieg vorbei waren und man den Kindern genug essen geben konnte,  einen bescheidenen Urlaub – und als man sich den ersten Wagen leisten konnte.

Jeder ältere Deutsche erinnert sich mit innerer Rührung an seinem ersten Wagen. Und bei den meisten war es ein alter VW-Käfer, denn man geliebt und gehegt hat, wie ein Kind. Und dann erinnern sich diejenige über 65-70 an die Hungerzeiten. Und dann kommen ihnen die Tränen in den Augen. Ich habe genug alte Leute gehört und gesehen.

 

Gerade dann, wenn man sich nicht kennt, wenn zufällig die Sprache darauf kommt, haben sie plötzlich Tränen in den Augen, wenn sie erzählen, wie sie ständig Hunger litten und nie genug zum Essen hatten. Zuletzt war es eine 80-jährige alte Frau auf der Straße, mit der wir zufällig vor einem Plakat des Cem Özdemir in der Rottebühlstraße ins Gespräch kamen. Sie erzählte und erzählte, und plötzlich fing sie an zu weinen.

Heute fiel mir zufällig ein altes Kochbuch wieder in die Hand. Ein Buch, in dem man  sonst keine Rezepte sucht und heute kaum jemand  etwas daraus kochen möchte. Schon gar nicht die gutmenschlich-grünen TV-Köche der Fresskultur und des Rotweingürtels, wie sie Broder einmal genannt hatte. Aber es ist ein Kochbuch, das uns daran erinnert, dass es eine Zeit gab, als nicht alle Deutschen  Mercedes fuhren und 5000 Euro Monatsgehälter hatten.

Die Fotos sind allesamt aus diesem Buch. Das Kalenderblatt lag auch im Buch, wahrscheinlich von der einstigen Besitzerin, einee Frau Hilde, hinein gelegt. Hilde hat das Buch im Jahre 1943  von Albert Bautel geschenkt bekommen, wie man der Postkarte entnehmen kann. Diese Postkarte ist fest im Buch eingeheftet.

Natürlich gibt es im Buch auch einige Festtagsrezepte, Gans oder Zimtstern, die sehr wohl geeignet sind, den Weihnachten schöner, fröhlicher zu machen -  “…so fern man hat”.  Ich habe euch jedoch andere Speißen ausgesucht und sie als Fotos hier eingesetzt.

… und zuletzt die von vielen älteren Leuten so gehaßte Grünkernsuppe (52), die Erinnerung an die Hungerzeiten der Kindheit.

Damit wünschen wir euch im Voraus ein frohes viertes Advent

Kategorie:  Deutschland

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