Schwedens Finanziminister glaubt an Griechenlands Euro-Austritt

Manche Politiker werden sich schwer tun, um den Zerfall ihres Lebenswerks zu kazeptieren. Aber es geht langsam darauf hinaus.

Trotz des Osloer Friedenspreises geht die Europäische Uniohn ihrem Ende entgegen. Der schwedische Finanzminster sagt schon den nächsten Schritt voraus:

Schwedens Finanzminister Anders Borg Griechenlands Euro-Austritt kommt bald

Das krisengeschüttelte Griechenland wird nach Einschätzung Schwedens die Euro-Zone mittelfristig wahrscheinlich verlassen müssen. Finanzminister Anders Borg geht davon aus, dass dies in den nächsten sechs Monaten geschehen könne.
"Da sie nicht wirklich die notwendigen Maßnahmen ergreifen können und ihre Wettbewerbsfähigkeit so schlecht ist, ist es schwer zu verstehen, wie sie die Situation unter Kontrolle bekommen wollen, ohne ihre Konkurrenzfähigkeit durch eine deutliche Abwertung der Währung zu verbessern", sagte der schwedische Finanzminister Anders Borg am Samstag.

"Ich denke, daraus muss man schlussfolgern, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sie aus der Euro-Zone austreten werden. Man sollte nicht ausschließen, dass das während des nächsten halben Jahres passieren könnte," ergänzte der Finanzminister.

 

Rheinische Post

Natürlich ist das erst mal nur der Austritt aus der gemeinsamen Währung. Aber es ist gleichzeitig ein Schritt in die andere Richtung. Man darf nie übersehen, dass die gemeinsame Währung die Zukunft der gesamten EU sein sollte. Und jetzt wollen die restlichen Staaten nie daran teil nehmen. Ungarn, die Tschechei und einige andere Staaten, die ihre eigene Währung behielten, sagen es deutlich. Wenn jetzt Griechenland aus der gemeinsamen Währung austritt, dann wird das, was so schlecht zusammengekittet und oft zusammen gezwungen wurde, wieder auseinander streben. Europa gehört zusammen. Aber nicht so.
Wir Europäer waren immer schon eine Gemeinschaft, und werden auch bleiben, allen Fremdkulturen zum Trotz. Das Rittertum entwickelte sich von den Britischen Inseln bis nach Zypern und Jerusalem. Die Politik, die Kleidermode, die Kulturwellen, sie alle waren immer paneuropäisch. In Petersburg trug man dieselben Barockkleider wie in London oder in Paris, spielte dieselben Theaterstücke und hörte man dieselbe Musik. Die Wissenschaftler in Siebenbürgen, in Rotterdam und in Prag tauschten mit einander Theorien und Erkenntnisse aus, und sie schuffen sie eine moderne Welt. Daran wird sich wohl kaum was ändern. Aber die Brüsseler Herrschaft scheint sich im Auflösen zu befinden. Ob die Eurokraten diesen Trend noch aufhalten können?

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Kategorie:  EU-Politik

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