“Letzte Zuckungen der gemeinsamen Euro-Diplomatie”

Eigentlich weiß schon jeder, dass die Tage des Euros gezählt sind. Dieses Jahr wir die gemeinsame Währung, so wie wir sie kennen höchstwahrscheinlich nicht überleben. Was kommt, ist eine erneute Währungsumstellung, mit erneuten Preissteigerungen als Begleiterscheinung.

Bereits jetzt schreibt Die Welt, dass die Verfechter der "Euro-Diplomatie ihre letzten Zuckungen machen". Wenn die Lage zusammenbricht, wenn sie nicht mehr nett und diplomatisch tun, sondern anfangen, ihre Zähne zu zeigen, dann werden wir uns alle wundern, auf einmal die Realität um uns sehen zu müssen:


Der Euro sprengt in der Schuldenkrise Europa

Merkels und Hollandes Bekenntnis sind die letzten Zuckungen der gemeinsamen Euro-Diplomatie. Das politische Europa hat die Grenzen seiner Leistungskraft überschritten. Es wirken gewaltige Fliehkräfte.
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Es sind die letzten Zuckungen der gemeinsamen Euro-Diplomatie. Übereinstimmungen gibt es nur noch an der Oberfläche. Darunter wirken gewaltige Fliehkräfte, und die nehmen zu. An einem Tag stellt EZB-Chef Draghi weitere Hilfen für Pleitestaaten in Aussicht, anderntags kassiert Finanzminister Schäuble die Zusage wieder ein. Griechenland fordert mehr Zeit, während täglich neue Meldungen über die Versäumnisse der Regierung in Athen eintreffen und deutsche Politiker offen den Euro-Ausschluss des Landes fordern.
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Der Euro stirbt im Süden

Eine Minderheitsposition hat die deutsche Regierung im Übrigen nur im EZB-Rat. Nimmt man die EU-Mitglieder im Osten hinzu, sieht die Lage schon ganz anders aus. Ein tiefer Graben klafft zwischen Nord und Süd. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Moment kommt, an dem wir uns tief in die Augen schauen und zugeben müssen: Es geht einfach nicht mehr.

Die Wirtschaftsräume in Nord und Süd haben sich in den elf Jahren Euro nicht aufeinander zubewegt, sondern auseinanderentwickelt. Unter diesen Bedingungen ergibt eine gemeinsame Währung keinen Sinn.

Welt Online

Natürlich ist die Währungsumstellung eine schlechte Sache. Die gute Sache wäre gewesen, den Euro erst gar nicht einzuführen. Uns ging es viel besser ohne ihn.

Und was wir noch sehr gern wissen möchten: Wie weit sind diese wahnsinnigen Bürgschaftsverfplichtungen Deutschlands für die anderen bankrotten Staaten, wie Griechenland, Spanien u. ä., wenn die gemeinsame Währung zerfällt. Muß man dann noch die Zusagen der Merkel-Schäuble-Regierung einhalten, oder dürfen sie auch zusammen mit dem Euro zerfallen?

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Kategorie:  EU-Politik

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