Beschneidungskontroverse. Warum die linken und die anderen Journalisten scheinheilig argumentieren
Tattoos einst im Konzentrationslager und Knabenbeschneidungen heute - was ist den beiden Taten am Körper anderer Menschen gemeinsam?
Die Beschneidungsdebatte spitzt sich zu - meiner Meinung nach aber immer noch zu wenig. Die Kinderhilfe hat sich eingeschaltet - Gott sei dank. (Ich meine damit den echten Gott, nicht den, der die Vorhäute sammelt). Die Medien stellen es aber sehr parteiisch dar. Man kann kaum einen Berichtartikel lesen, in dem es nicht um die Religionsfreiheit über alles geht:
Die Deutsche Kinderhilfe hat sich gegen Pläne der Bundesregierung ausgesprochen, religiöse Beschneidungen von Jungen zu legalisieren. Der Verein verteidigte in einer Stellungnahme die Rechtsauffassung des Kölner Landgerichts, das die Beschneidung in einem Urteil von Ende Juni als strafbare Körperverletzung gewertet hatte. Der Protest von Religionsvertretern dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, "dass die Mehrheit der Bevölkerung die Problematik erkannt hat und in der Beschneidung einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit von Kindern sieht", heißt es bei der Kinderhilfe. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid von Anfang Juli befürworten 56 Prozent der Deutschen das Kölner Urteil.
So viel steht im ganzen Artikel in einer nüchternen Sprache. Dann folgen Absätze über Absätze in denen auf das Respekt der Religiöser Traditionen appeliert wird und jüdische+muslimische Geistlichen werden bemüht- sogar bis in Sibirien. Sie sollen uns erklären, warum wir erst dann richtig tolerant sind, wenn wir die Beschneidungen an wehrlosen Kindern tolerieren:
"Antisemitische Stereotype spielen eine Rolle"
Der Moskauer Rabbiner Pinchas Goldschmidt sah in dem Urteil gar Ausdruck eines europäischen Trends der Intoleranz gegen religiöse Minderheiten. (...)
Die Sorge um das Ansehen Deutschlands in der Welt ist vor diesem Hintergrund auch in der Politik groß. Außenminister Guido Westerwelle warnte vor einer Beschädigung dieses Ansehens bei anhaltender Rechtsunsicherheit. "Es muss klar bleiben, dass in Deutschland die freie Religionsausübung geschützt ist. Dazu zählt auch der Respekt religiöser Traditionen."
USW. Die Ärztekammer rät zwar ab, aber den Ärzten geht dabei lediglich ums Geschäft, nicht um die hypokratische Ethik. Sie fürchten nur den Tag, wenn die heute körperlich entstellten Kinder das Alter erreichen, in dem sie sie für Schadenersatz verklagen könnten.
Aber Journalistenmenschen, Politiker und Ärzte verschweigen allesamt einen wichtigen Aspekt. Kein Arzt würde je sein eigenes Kind beschneiden, außer er ist selber Jude oder Moslem. Ich kenne einen Chirurgen, der wollte nicht mal Ohrlöcher für seine miderjährige Töchter - im Namen der körperlichen Unversehrtheit.
Und hier noch etwas, was vor allem die linken Journalisten und die linken Katholiken-Bashing-Betreiber sich hinter den Ohren schreiben müssen: Sie sind so was von falsch, dass es stinkt, wenn sie sich jetzt nicht einschalten und resolut gegen die Beschneidungen Stellung beziehen, egal wer was von religiöser Toleranz und Respekt quaselt. Als ich nähmlich vor langer Zeit aus der Kirche ausgetreten bin, konnte ich es tun, ohne weitere Spuren aus meiner Vergangenheit zu behalten, denn die Christen haben, außer ein wenig kaltes Taufwasser, ihren Kindern nichts angetan, was bleibende Narben hinterläßt. Sogar die fundamentalistischen christlichen Sekten sind in dieser Hinsicht großzügiger.
Wenn ich aber irgendwelchen linken Gutmenschen von meiner Ausstritt aus der Kirche erzählte, glänzten gleich seine Augen und er jubelte mir zu. Warum jubelt er nicht gleichweise, wenn die Muslime oder Juden ihre Religion verlassen wollen? Dahinter steckt so viel Falschheit und Verlogenheit, dass es einem schlecht wird.
Viele graust es schon von der Vorstellung, irgendwo ein Tattoo anzubringen, denn man nicht mehr einfach so entfernen kann. In dieser Hinsicht sind die Beschneidungen an den christlichen und jüdischen Knaben mit den Nazi-Tattoos gleich zu setzen, die man auch ohne den Willen der Menschen ihnen antat. Aber ein Tattoo kann man dennoch entfernenn, wenn man es unbedingt will. Eine Beschneidung kann man nie mehr rückgängig machen. Diese Kinder sind damit gebrandmarkt für einen Gott, in dem sie vielleicht später nur einen lumpigen Gauner sehen, wie die Rinder einer texanischen Rinderherde mit dem Brandzeichen gebrandmarkt werden. Sie können somit ihre Religionszugehörigkeit nie so richtig ausziehen und hinter sich lassen, wie die katholischen oder evangelischen Christen es jederzeit können. Jeden Tag, wenn sie ihren Piepmatz rausholen um zu pinkeln, werden sie daran erinnert, dass es irgendwo einen Jehowa oder einen Allah gibt, oder zumindest ein paar intollerante Fanatiker, die daran glauben und in seinem Namen sich das Recht herausnehmen, wehrlose Kinder zu verstümmeln. Und das nennen diese Fanatiker "religiöse Toleranz". Und scheinheilige Katholiken-hassende Journalisten heulen mit ihnen zusammen.
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