“Moschee des Grauens” – Ein Fortsetzungsroman von Otto Gottiker. Kapitel 5

 

Ein Fantasy-Abenteuer Roman - von Otto Gottiker

Der Autor ist auf der Suche nach einem Verlag oder einer anderen Verbreitungsmöglichkeit. Er beabsichtigt mit diesem unterhaltsamen Roman diejenigen Leser für unser gemeinsames Thema zu sensibilisieren, die an die täglichen politischen Nachrichten und an sachlichen Analysen wenig Interesse haben.

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Kapitel 5

Die Moschee war zum Bersten voll. Der Verein hatte dafür gesorgt, dass an diesem Tag zehnmal so viele Gläubige anwesend waren wie sonst und niemand ihnen den Vorwurf machen konnte, sie würden Moscheen nur deswegen bauen, um möglichst viel Boden der Ungläubigen dem Islam zuzuführen. Denn das hatten die Ungläubigen auch schon längst entdeckt. Zuerst hat ein französischer Journalist darüber geschrieben, dann eine deutsche Journalistin, diese dreckige Jüdin, und jetzt wussten es alle, die es wissen wollten. Zumindest alle, die uns aufhalten wollen. Aber sie hatten auch dagegen eine Medizin. Sie ließen Muslime von überall aus der Gegend kommen, auch Frauen und Kinder. Auch aus den anderen Städten kamen welche. Aus Ludwigshafen und aus Mannheim kamen zwei Busse. Sogar aus Amsterdam und aus Brüssel waren welche gekommen. Es war ein großer Tag, ein Tag des Sieges.
Auch der evangelische Dekan Dobrig war anwesend. Imam Dimriz hatte sich beim Vorstand des Moscheevereins für ihn stark gemacht, denn der christliche Geistliche konnte die Dinge so erklären, wie man sie sagen musste, damit die Deutschen sie akzeptierten.
Die muslimischen Zuhörer interessierten sich kaum dafür, was Dekan Dobrig zu sagen hatte. Aber er predigte selbsterfüllt, überzeugt, dass nur er allein wusste, was der richtige Weg war und was der einzige Gott der Welt, Allah der Barmherzige mit den Menschen beabsichtigte. Imam Dimriz hörte ihm mit Verachtung zu, wie der verachtete Christ sprach:
„Liebe Freunde, ich bin zutiefst geehrt, hier mit euch die Einweihung des neuen Gebetraumes feiern zu können. Wir alle sind Brüder und Schwestern im Glauben, auch wenn sich unsere Vorfahren in der Vergangenheit oft in blutigen Kriegen bekämpft hatten. Ich als Deutscher schäme mich dafür und bitte euch hiermit demütig um Vergebung. Entschuldigt bitte die Kreuzzüge, die meine Vorfahren gegen euch geführt haben. Wir alle wissen, dass es nur einen einzigen Gott geben kann, unser aller Gott, der Gott Abrahams, denn die Juden Jahwe nennen und die ihr, meine Brüder und Schwestern, Allah nennt. Es war Allah, der die Welt erschuf und der Abraham befahl, seinen Sohn Ismail zu opfern. Es war Allah, der die Sintflut über die sündigen Menschen schickte und Noah und seine Familie rettete, so wie es in der Bibel, im Koran und auch im Talmud berichtet wird. Und es war Allah der Allmächtige, der Suliman befahl, ihm einen Tempel, ein Gotteshaus auf dem Heiligen Berg zu errichten, dort wo heute die Al-Aksa Moschee in Jerusalem steht. So wie dort in Jerusalem die Muslime ein Haus Gottes bauten, so bauten sie ihm hier am Rhein eines, damit wir ihn gemeinsam preisen können. Ihn, den Allmächtigen Allah, den Gott Abrahams. Ich bekenne, dass es keinen Gott außer Allah gibt und das Mohammed sein Prophet ist.“
Imam Dimriz sah verächtlich drein. Er weigerte sich, die Worte des Christenpfarrers als Gebet, als heilige Worte zu würdigen. Weiter hinten, im Schatten einer Säule, grinste der kleine Mann, dem die Vorderzähne fehlten. Er war zufrieden mit sich selbst. Er war gekommen, auch wenn seine Leute vergessen hatten, ihm eine Einladung zu schicken.

***

Dobrig sah zufrieden um sich. Er fühlte sich großartig. Heute hatte er das islamische Bekenntnis, die Schahada, einmal aufgesagt und er wusste, dass viele Kenner es bemerkt hatten. Es hatte gute Gründe, dieses Bekenntnis heute hier zu sprechen, in seiner Eigenschaft als christlicher Pfarrer. Jetzt, wo die Zeremonie vorüber war, übergab er sich den Genüssen. Er liebte die orientalischen Speisen und bediente sich ausgiebig. Schade nur, dass die Muslime keinen Wein trinken, dachte er sich. Das müsste man ihnen ausreden, ihre Abneigung gegen Alkohol. Gott hatte den Menschen das Wissen geschenkt, wie man Wein herstellt, denn das gehört zu den höchsten Genüssen der Welt.
Er füllte seinen Teller mit den leckersten Sachen und setzte sich zu Tisch. Er lächelte seine Tischnachbarn an und sie lächelten zurück. Er sagte ihnen ein, zwei Nettigkeiten und sie gaben ihm genau so höfliche, nichtssagende Antworten. Aber er konnte keine richtigen Gespräche mit ihnen knüpfen. Wenn immer er es versuchte, da war dieser kleine Dicke mit den goldenen Zähnen , der ihn verstohlen beobachtete. Er war die Ursache dafür, dass der Dekan sich in seiner Haut nicht mehr wohl fühlte. Der Dicke sah ihn mit Augen an, die wie Kohle brannten, verächtlich und voller Hass.
Er ging zu den deutschen Gästen, die da waren und sprach zu ihnen. Er wollte über diese große Verbrüderung diskutieren, er wollte über seine Bedeutung als Botschafter der Christen in diesem wichtigen Pakt der Verbrüderung aller großen Abrahamiten hier auf rheinischem Boden sprechen. Er suchte nach dem Rabbi Yodda, der den Juden vertreten hatte. Dieser hatte sich aber klammheimlich verdrückt. Der Rabbi war eh kein geselliger Mensch. Er war gekommen, erfüllte die Aufgabe, die ihm der Zentralrat auferlegt hatte, sprach noch ein paar Worten mit dem Dicken und dann sah er zu, wie er schnellstens verschwinden konnte. Denn er persönlich hielt nicht viel von dieser Art von Verbrüderung mit solchen Leuten. Ihm konnte man nichts vormachen.
Dobrig fürchtete den kleinen Dicken, ohne sich der magischen Wirkung entziehen zu können, die dieser um sich ausstrahlte. Seine goldenen Zähne glänzten wie Feuer zwischen seinen schmalen Lippen, wenn er mit jemanden sprach. Und es war zu sehen, dass wenn er einmal bereit war, mit jemand überhaupt ein, zwei Worte zu wechseln, er seinen Gesprächspartner dominierte. Er sprach jetzt mit Imam Hafiz, dem fremden Imam, von dem man nur über zwei Ecken erfuhr, dass er einen radikalen, salafistischen Islam predigte. Dobrig war zu weit weg, um die Worte zu verstehen, deswegen maß er ihnen keinerlei Bedeutung zu. Der Imam hatte eine unterwürfige Haltung eingenommen und sprach zu dem kleinen Dicken in einem arabischen Dialekt:
„Oh, du Gesandter, wir haben gehandelt, wie du es uns befohlen hast. Wir hoffen, dass du mit uns, nichtsnutzigem Staub unter deinen Füßen zufrieden bist.“
Der kleine Dicke sah mehr aufwärts, denn Imam Hafiz war ein großgewachsener Mann, auch wenn er sich jetzt Mühe gab, sich vor dem anderen klein zu machen. Der kleine ließ indessen seine Goldzähne aufblitzen und zischte wütend:
„Wie? Du sagst, dass ihr meine Befehle ausgeführt habt? Nichts habt ihr getan, ihr dummen Hohlköpfe! Sieh hin, da ist sie! So lebendig wie all die anderen hier. Ihr habt die falsche Frau ermordet! Das habt ihr!“
Dabei nickte er in die Richtung einer Fensternische. Dort stand Erika Dietmann, ganz allein für sich, hilflos und verloren in der großen Halle voll mit Menschen. Ein paar Schritte weiter, im Schatten einer Säule, stand eine große, schlanke Frau und schien sie zu beobachten, ja über sie zu wachen. Versunken in ihren Gedanken wie sie war, hatte sie keine Ahnung, weder von der Frau hinter ihr, noch von den zwei Muslimen, die sie von der ferne mit Blicken verfolgten.
Imam Hafiz sah den kleinen Mann erschrocken an, dann wandte er sofort seinen Blick zu Boden, denn er fürchtete, von den Blitzen aus den Augen des Kleinen mit den goldenen Zähnen vernichtet zu werden.
„Sollen wir es noch einmal versuchen? Wir könnten die deutsche Frau in eine Falle locken, wenn sie von hier weggeht.“
„Nein, jetzt nicht mehr. Es ist zu spät. Jetzt hat sie schon ihre Beschützerin um sich“, winkte der Dicke wütend und sah dabei de unbekannte blonde Frau an, die neben Erika Dietmann stand. „Lassen wir es bis auf ein anderes Mal.“
Dobrig, der die Zwei verfolgt hatte, entdeckte den Gegenstand ihres Gesprächs, die so gedankenverloren vor dem Fenster stand und ging auf sie zu. Sie fühlte sich innerlich unwohl, es fröstelte sie in ihrer Ecke und sie zog ihre Jacke enger um sich, als ob sie sich in ein unsichtbares Schneckenhaus zurückziehen wollte.
Sie hatte heute auch die Schahada öffentlich aufgesagt und jetzt hatte sie auf einmal mulmige Gefühle bekommen. Sie hatte sich zum Gott der Muslime bekannt, weil sie so verliebt war und sie gehofft hatte, mit ihrem Geliebten Hakan auf diese Art zusammen zu kommen, von seiner Familie akzeptiert zu werden und ihn heiraten zu können. Aber sie hatte sich geirrt und sie erkannte es jetzt, wo es zu spät war.
Hakan war auch gekommen, er war auch hier beim Fest. Sie hatte ihn gesehen. Sie hatte ihr neues, großes schwarzes Tuch über das Gesicht gezogen und war ihm nachgeschlichen.
Da war noch eine Frau, die genau so ein Tuch über dem Gesicht hatte wie sie. Und Erika sah die beiden, Hakan Mutoglu und die Frau mit dem Schwarzen Tschador über ihrem Gesicht, hinter dem Eingang zum Internat verschwinden.
Sie konnte ihnen nicht weiter folgen, denn sie kannte sich nicht mehr aus und sie fürchtete sich in dieser so fremden Welt. Die Tür, hinter der sie verschwanden, ließ sich auch nicht mehr so ohne weiteres öffnen.
Aber Erika hatte genug gesehen. Hakan liebte sie nicht, er liebte eine andere. Das ganze war umsonst gewesen. Irgendwo in ihrem tiefsten Inneren keimte ein Gefühl des Ekels auf, der sich langsam ihrer Eingeweide bemächtigte. Dort in ihrem Bauch, wo noch bis vor kurzem die Schmetterlinge kribbelten, nagte etwas Unangenehmes, Unaussprechliches. Was suchte sie überhaupt hier in diesem sinnesleeren, kitschigen Religionstheater? Sie wusste gar nicht, ob sie an einen Gott glauben sollte und wenn ja, ob dieser Moslemgott für sie der Richtige war oder Jesus Christus, Buddha oder ein anderer Gott. Eine Stimme hinter ihr flüsterte „Ja“, es war eine weibliche Stimme.
Als der Dekan sie begrüßte, fuhr sie aus ihren Träumereien auf und wollte ihn zuerst abschütteln, aber dann besann sie sich, dass er vielleicht der richtige Mann für diese Fragen zu Gott und Glauben sei:
„Herr Dobrig, ich muss Sie was fragen“, sprach sie ihn unverschnörkelt an. „Ich bin froh, dass Sie da sind, denn Sie sind der Fachmann, denn ich jetzt brauche.“
„Guten Tag, Frau… Frau…“ versuchte der Dekan sich zu erinnern. „Sie haben also auch diese schöne Religion entdeckt? Fragen Sie nur mutig“ nickte er ihr freundlich zu, als er merkte, dass sie zögerte. „Wenn ich die Antwort kenne, helfe ich Ihnen sehr gern.“
„Dietmann. Mein Name ist Erika Dietmann und ich war mit Ihrem Sohn in derselben Klasse.“
„Schön, Frau Dietmann.“ Der Dekan sah sie fragend an.
Jetzt, wo sie ihre Gedanken in Worte fassen sollte, musste sie sich anstrengen, die passenden Sätze zu finden.
„Sie haben sich vorhin in Ihrer Rede zum Islam bekannt, denn Sie haben die Schahada aufgesagt. Und das bedeutet nichts anderes, als dass man sich zum Islam bekennt. Aber Sie sind ein Christ, nicht wahr? Wie ist beides möglich?“
„Warum sollte es nicht möglich sein, liebe Frau Dietmann? Wir alle glauben nur an einen allmächtigen Gott, nicht wahr? Und wir können nicht behaupten, dass es dieses mal ein christlicher Gott ist, nächstes Mal es sich aber um einen jüdischen oder um einen islamischen Gott handelt.“
„Ich bin nicht so erfahren mit der Religion, Herr Dekan, denn meine Eltern sind Atheisten und sie haben mich nicht religiös erzogen. Aber ich habe jetzt, für diesen Tag, den Islam ein wenig studiert. Und der Imam hat mir gesagt, dass es gewisse Unterschiede zwischen dem Islam und dem Christentum gäbe und dass es deswegen nicht egal ist, ob ich an Jesus glaube oder an Allah. Mein Lehrer, das war der Hilfsimam Almedin, sagte mir, dass die Christen glauben, dass Jesus selber ein Gott ist, und auch Maria eine Göttin. Deswegen beten die Christen zu Jesus und zu Maria genau so, wie sie zu Gott beten. Und darüber hinaus haben viele Christen noch viele kleinere Götter, die Heiligen. Die Griechen und die Katholiken beten die Heiligen genau so an, als ob sie selber Götter wären“ sagte sie.
Der Dekan legte sein inzwischen leer gewordenes Teeglas beiseite und fragte das Mädchen
„Ich sehe nicht, wo das Problem liegt. Was stört Sie?“
„Ich denke mir, wenn wir zu ein und demselben Gott beten, dann ist es egal, ob wir Christen, Muslime oder Juden sind, nicht wahr, Herr Dekan?“
„Ja, so ist es meine Liebe. Genau wie Sie es sagen.“
„Aber warum legen die Muslime dann Wert darauf, dass nur der Islam die richtige Religion sei und warum sagen sie über die Christen, dass sie mehrere Götter haben? Wer hat dann Recht, wenn es doch noch Unterschiede zwischen den Religionen gibt? Denn es gibt sie, nicht wahr? Das kann man nicht leugnen.“
Sie hörte die Stimme wieder „Ja“ flüstern. Es war dieses mal, als ob diese weibliche Stimme aus ihrem tiefsten Inneren käme, von dort, wo sie soeben noch die Krallen ihre Eingeweide gequält hatten. Gleichzeitig hörte sie aber laut und deutlich, wie eine Dissonanz, den Dekan sagen:
„Nein, meine liebe Frau Dietmann, es gibt keine Unterschiede. Sehen sie, wir alle haben nur einen Gott und einen Glauben, ob Juden, Christen.“
Sie sah Sie! Jetzt, noch während der Pfarrer sprach, sah sie Sie! Sie war noch in ihrem Inneren, aber gleichzeitig auch vor ihr, um sie, mächtig, übermenschlich. Und Sie war sehr wütend! Sie erhob sich mächtig, wie eine übermenschliche Gestalt aus den alten Sagen und schmetterte gegen den Pfarrer mit der ganzen Wut eines allmächtigen Wesens:
„Du kleiner, elendiger Menschenwurm! Du maßest dich an, über uns Götter zu bestimmen! Du verdienst nicht einmal deine menschliche Gestalt! Du bist ein Nichts!“
Erika stockte der Atem. Was sie soeben erlebt hatte, war nicht einmal mit dem Bruchteil einer Sekunde auszudrücken. Es war mit menschlichen Maßstäben überhaupt nicht zu beschreiben. Nach nur kurzer Zeit war sie sich nicht mehr sicher, was es war, was sie erlebt hatte. Sie wusste nicht einmal mehr, ob sie es überhaupt erlebt hatte. Der Dekan war nicht mehr da. Aber war er zuvor da gewesen? Vielleicht hatte sie das Ganze nur geträumt? Es kann nur ein Traum gewesen sein, eine Halluzination, denn in der Realität passierten solche Dinge nicht. Vielleicht war er gar nicht da gewesen. Überhaupt, was hatte sie dort zu suchen? Sie schüttelte ihren Kopf, als ob sie dieses unmögliche Traumbild damit loswerden könnte und ging hinaus, ohne sich überhaupt von jemand zu verabschieden
Eine kleine Ratte beobachtete sie aus dem Winkel einer Nische, seltsam, nachhaltig. Ihre kleinen schwarzen Äugelein erschienen fast wie das Fenster zu einer menschlichen Seele.

***

Die jungen Männer sprachen auf Arabisch miteinander, so dass Denic nichts verstand und deswegen fragte er immer wieder dazwischen. Sie warteten auf eine deutsche Schlampe, um es ihr richtig zu besorgen.
„Bist du sicher, dass wir das alles mit ihr tun sollten“, fragte er den, der ihr Anführer war.
„Ja, Mann! Ich habe dir doch schon gesagt. Wie oft sollen wir noch besprechen? Sie kommt gleich. Sie trägt ein schwarzes Hijab auf den Kopf. Die dumme Schlampe wollte uns vormachen, dass sie an den Islam interessiert ist und so.“
„Aber wenn sie es ernst meint? Der Prophet hat uns gesagt, dass wir die Ungläubigen erst fragen sollten, ob sie zum Islam konvertieren wollen und wenn sie es nicht wollen, nur dann sollen wir sie töten.“
„Ach! Halt deinen Maul und tu, was man dir sagt!“ gab der Anführer zur Antwort. „Der Imam hat uns gesagt, dass wir diese Erika, oder wie die heißt, erst richtig behandeln sollen „ – dabei machte er eindeutige, obszöne Bewegungen – „und dann töten“.
„Das hat der Imam Dimriz gesagt? Das kann ich nicht glauben, Mann!“
„Nein, nicht Dimriz, du Hohlkopf! Dimriz ist nur ein sanfter Memme. Er ist nur einer für die Frauen und für die Ungläubigen, die nicht wissen dürfen, was der wahre Islam ist. Der echte Imam ist Hafiz. Wir machen, was er uns sagt, kapiert?“
Der Kumpel, der um die Ecke Schmiere stand, gab ihnen das Zeichen: „Sie kommt, und sie ist allein“.
Der Anführer zog sein Messer aus der Tasche.
„Willst du sie gleich niederstechen?“ fragte einer.
„Nein, ich will ihr nur Angst einjagen. Aber wir wollen erst ein wenig Spaß mit ihr haben, bevor wir sie töten.“
„Das meine ich auch, Mann!“

Währenddessen erreichte die Frau im schwarzen Tschador die Ecke und wollte gerade in Richtung Parkplatz einschlagen, wo sie ihren dunkelroten BMW geparkt hatte, als die Männer ihr den Weg versperrten. Sie zog den Tschador ängstlich ins Gesicht und schrie auf. Sie schrie umsonst, denn niemand hörte sie.

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