Pakistan sieht Osama Bin Ladens Tötung als Hochverrat am Islam
Frau Clinton verkündet großmäulig, dass Shakil Afridis Tat sowohl den pakistanischen wie auch den amerikanischen Interessen gedient hat. Nun, die Pakistaner sehen es anders.
Während unsere Mitmenschen sich stolz in die Brust werfen, wer hat bisher sein Volk und sein land besser und gründlicher Verraten, und während hier die Justiz nicht mehr weiß, wie die Verräter mit noch lieblicheren Kuschelurteilen verwöhnen soll, sieht Pakistan auch schon die Bestrafung von solchen weltweit gesuchten Terroristen wie Osama Bin Laden als "Hochverrat". Der Arzt, der dazu beigetragen hat, dass die US-Sondereinheiten Bin Laden fanden, wurde heute zu 33 Jahre Haft verurteilt:
Ein pakistanisches Gericht hat einen Amtsarzt zu 33 Jahren Haft verurteilt, weil er den USA beim Aufspüren des später getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden geholfen hatte.
Shakeel Afridi wurde vorgeworfen, er habe eine Impfaktion vorgetäuscht und dabei Blutproben der Bin-Laden-Familie genommen. Der Arzt sei am Mittwoch des Hochverrats schuldig gesprochen worden, sagte ein Beamter der Verwaltung des Distrikts Khyber, der anonym bleiben wollte. Richter Matahir Zeb habe Afridi außerdem zu einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 3300 Euro verurteilt.
Und:
Der Prozess wurde Afridi auf der Grundlage von drakonischen Gesetzen für die halbautonomen Stammesgebiete gemacht. Sie sind noch aus der britischen Kolonialzeit und erlauben unter anderem Sippenhaft. Nach diesem Recht ist der Vertreter der Zentralregierung und Verwaltungschef im Distrikt Khyber zugleich der Richter.
Da Afridi aus dem Khyber-Distrikt komme, habe man ihm dort nach diesem Recht den Prozess machen können, sagte der Verwaltungsbeamte.
Genaus so könnten unsere Richter (wenn sie nur wollten) auch hier bei Straftaten gegen das deutsche Volk (bzw. gegen die jeweiligen europäischen Völker) viel härtere Urteile geben, denn die Gesetze sind noch vorhanden. Man muß nicht mal so weit zurück gehen, wie die wohlmeinende pakistanische Richter. Es wäre genug, die Gesetze aus der Zeit des Kalten Krieges anzuwenden.
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