Geschäftsmann beschimpft Jüdin mit Bezug auf Günther Grass
Ein Nürnberger linksbelesener, linksorientierter Geschäftsmann, dem sein Geschäft mit einer israelischen Ladenbesitzerin nicht so lief, wie er sich erhofft hatte, schrieb ihr ein, vom Antisemitismus und Schimpfworten strotzenden "Geschäftsbrief", bei dem er sich auf Günther Grass "unser großer Schriftsteller" und sein Gedichtchen bezog:
Adler, dessen Firma "Wohnaccessoires, Kunsthandwerk und Geschenkartikel" mit "Kennerschaft und hohem Qualitätsanspruch" in über 28 Ländern anbietet (so eine Selbstdarstellung im Internet), schrieb in einer E-Mail an Doron: "Wir sehen, dass Sie beschlossen haben, ein richtiger Jude zu sein, und nicht nur Lügner und Betrüger. Ihr abscheuliches Verhalten hat uns einen großen Verlust bereitet. Wir müssen uns an einen Aphorismus erinnern, der es viele hundert Jahre lang in Europa gab, das manche Menschen mit Ihrer Herkunft die Pestilenz sind für Menschen. Wir haben nie gedacht, dass das wahr ist, aber Sie haben das bestätigt."
Weiter erinnert Adler daran, dass "unser großer Schriftsteller Günther (sic) Grass" gesagt habe, Israel sei eine "Gefahr für den Weltfrieden" (im Original: "world piece"). "Jetzt, mit Ihrer Haltung, wir verstehen das. Wir müssen nicht reden über Folter und Mord am palästinensischen Volk." Walter Adler fügte dieser Mail noch ein P.S. an: "Betreten Sie niemals unsere Firma oder unsere Stände rund um die Welt, andernfalls sind wir gezwungen, die Polizei zu rufen."
Ein Telefonanruf bei der Nürnberger Firma ergab, dass sie bis Montag wegen Betriebsferien geschlossen ist. Israelische Medien berichteten, dass alle ihre E-Mails unbeantwortet geblieben seien.
Vielleicht war der Mailschreiber gar der Quotenmoslem der Firma? Oder ein Mitglied der TKIP. Es muß nicht ein rein Deutscher sein, denn es gibt hierzulande inzwischen ein Haufen andere Antisemiten, mit Muslimmigrationshintergrund, obwohl, wenn man nachdenkt, sie kaum Günther Grass lesen würden.
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