Was ist der Sufismus? Einmal die Darstellung der deutschen Medien und einmal die Realität
Es heißt, ein Bild sagt mehr als tausend Wörter. Nun, ein Video sagt noch viel mehr. Sieht euch das Video an, denn das ist genau dieselbe Darstellung des Sufismus, wie in der früheren Reiseberichten. Und dann vergleicht es mit dem verklärenden Bericht aus der Deutschlandfunk. Hier hat man nur die Textbeschreibung und nur 1-2 Fotos. Schnell kommt man auf die Idee, dass der islamische Sufismus etwas hochgeistliches sei, eine spirituelle Selbstfindung wie bei den Esotheriker-Messen in Deutschland angeboten wird. Denn der Sender nimmt bewußt das Wörterbuch der deutschen Alternativ-Esotheriker, die Anhänger der Hari Krishna, der Jogis, und der anderen Esotheriker aus der deutschen alternativen Szene, die sich auf ihre Druiden-Wiese austoben.
Und mit diesen Worten führt man die ahnungslose Exotheriker auf ein gefährliches Gelände, ohne jegliche Vorwarnung, ohne Sicherheitsgurt:
Im heutigen Iran kommen die Mitglieder der Sufi-Gemeinschaften aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen. Einmal in der Woche treffen Frauen und Männer in der Provinzstadt Sanandaj. Gemeinsam lesen sie Gedanken persischer Mystiker.
Sufismus ist ein Sammelbegriff für in Orden organisierte spirituelle Strömungen im Islam, deren Mitglieder, die Sufis, regelmäßige Gebetsmeditationen praktizieren, zu denen Musik und Tänze gehören können. Auf diese Weise soll das Wichtignehmen der materiellen Welt überwunden und eine erfahrbare Nähe zu Gott erreicht werden.
Der Sufismus ist die spirituelle Dimension der islamischen Religion. Es ist ein Weg, Frieden zu erlangen - zuerst mit sich selbst, dann mit der Gesellschaft und schließlich mit Gott. Gott ist der Schöpfer aller Dinge und er liebt alle Kreaturen. Diese Nachricht von Gottes alles umfassender Einheit, Wahrheit und Liebe möchten wir in die Gesellschaft hinein tragen. Eine der Hauptaufgaben, die wir uns als Sufi stellen, ist daher, unser Herz von allen Ureinheiten zu befreien.
Einmal pro Woche trifft sich im Norden des Iran in der Provinzstadt Sanandaj die örtliche Sufi-Gemeinschaft unter der Leitung von Scheich Haschemi. Gemeinsam lesen die Frauen und Männer Gedanken persischer Mystiker wie Jalaluddin Rumi:
Stirb deinem Ich und komm zum Leben aus Gott... / Wer sich mit ihm vereinigt, muss sich ganz loslassen. / Sobald er's tut, sieht er die Welt ganz deutlich, / die er bislang nur verschwommen erkannte…. / Lass deine Seele im Feuer der Liebe entbrennen / und brenne damit alle deine Gedanken und Worte weg.
Ginge es um eine abendländische Sekte, würden die Journalisten darüber sehr wohl diferenziert und kritisch berichten.
Und so sieht der Sufismus tatsächlich aus:
Soufi in Iran.SECTE TRES DANGEREUX - so hat der User sein Video betitelt: "Eine Sehr gefährliche Sekte"
Vergleicht es mit der Darstellung im Deutschlandfunk!
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