Wiesbadener Migranten brauchen kein Sprachkurs- und Integrationskurs

Eltville bei Wiesbaden hat eine Beratungsstelle für Migranten mit einem Sprachkurs-Angebot. Diese Stelle soll jetzt geschlossen werden, weil niemand sie in Anspruch nimmt. Der Bedarf müßte eigtenlich vorhanden sein, weil Wiesbaden über 20% Ausländeranteil hat.

"Mama lernt kein Deutsch" - ist der vielsagende Titel im Wiesbadener Kurier:

Die mobile Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer in Eltville ist zum 30. Juni eingestellt worden. Das hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hessen-Süd mitgeteilt.

Trotz stetiger Bemühungen, eine Beratung für Migranten zu etablieren und einen Deutsch- und Integrationskurs für Frauen als zusätzliches Integrationsangebot ins Leben zu rufen, seien die Angebote nicht ausreichend angenommen worden, so die AWO. Falls es erneut Bedarf geben sollte, sei man bereit, die Entscheidung zu überdenken.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass den Migranten die Probleme ausgegangen sind“, meint Stephan Fleschner zu der Entscheidung. Er ist nach eigenen Angaben seit 1982 ehrenamtlich tätiger Beauftragter für Migration und Integration der Arbeiterwohlfahrt Eltville für den Rheingau.

und:

Trotz permanenter Information der ausländischen Mitbürger im gesamten Rheingau sei die Beratungsstelle aber nur selten besucht worden.

Auch die Deutsch- und Integrationskurse für Migrantinnen seien nicht angenommen worden, beklagt Fleschner.

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