Ein Staat, der “Feinde Gottes” erhängt

Shirin Alamjouli, Farzad Kamangar (ein Lehrer), Farhad Vakili, drei von den fünf Hingerichteten.

Lieber Leser, ist dir bewußt, dass du, wenn du in Iran leben würdest, auch erhängt werden könntest? Für keine besonderen Gründe, nur einfach so, als "Feind Gottes". Vielleicht, weil du ein Atheist bist. Oder weil du ein Christ bist. Oder ein Buddhist. Oder ein säkularer Moslem. Oder einfach, weil du schwul bist. Diese Woche wurden wieder fünf Menschen erhängt, darunter eine Frau, nur weil sie das Pech hatten, in Iran zu leben und weil im Iran "Feind Gottes" eine Straftat ist.

Iran hatam Sonntag fünf Militanten erhängt, darunter eine kurdische Frau, die staatliche Ämter und eine Pipelinke in die Türkei sprengen wollten - und - weil sie als "Feinde Gottes" eingestuft wurden - berichteten die staatlichen Medien.

Die Fünf, darunter die Frau Shirin Alamjouli, wurden im Evin Gefängnis in Teheran hingerichtet, sagte die Agentur ISNA, und bezog sich auf die Staatsanwaltschaft Teherans.

Die anderen vier waren Farzad Kamangar, Ali Heidarian, Farhad Vakili und Mehdi Eslamian.

Hindustan Times

Wenn die Iraner könnten, würden sie mindestens 4 Fünftel der Erdbevölkerung erhängen, darunter so viele proeminente Künstler, Politiker, Andersgläubige, alle Homosexuelle, alle Frauen, die nicht verschleiert sind, außerehelichen Sex haben usw. Dich auch.

5 Kommentare:

  1. wolaufensie schrieb am 9. Mai 2010 um 18:29:

    …also, Du musst doch zugeben, Kybeline,
    dass eine Mitgliedschaft bei den Buddhisten,
    nicht weniger als den Tod verdient. Denn die haben
    noch nicht mal einen Gott, nicht mal einen klitzekleinen.
    Und das geht doch nun wirklich nicht. Ausserdem fallen diese Buddhisten auch auf, dass sie sich ständig an die sie umgebende Gesellschaft anpassen können. Und da Assimilation ein Vergehen gegen die Menschlichkeit ist, sollte man dafür auch weiterhin auf Todestrafe bestehen.
    Die Todesstrafe für “einfach-so” halte ich wirklich für
    stichhaltig, denn wie heißt nochmal eines der bekanntesten Credos der arabischen Völker:
    “Schlage deine Frau jeden Tag,
    auch wenn du nicht weiß wofür.
    Sie wird es schon wissen!”
    Da kann doch die Erweiterung dieser Tendenz
    nicht gänzlich falsch sein… :rolleyes

  2. Blog » Blog Archive » Iran und co. schrieb am 10. Mai 2010 um 05:03:

    [...] Hinrichtungen im Schurkenstaat Iran: http://www.kybeline.com/2010/05/09/ein-staat-der-feinde-gottes-erhangt/#more-13469 Nun, die Hamas – und Wannsee – was haben sie gemeinsam?: [...]

  3. der Namenlose schrieb am 2. August 2011 um 14:27:

    also ich hoffe bei deinem nächsten Kommentar achtest du auf deine Rechtschreibfehler.. das ist peinlich… ansonsten muss ich sagen, die Iraner die im exil leben hassen ihre Regierung und den Islam. Damit das klar ist : “wenn die Iraner könnten würden sie mind. 4/5…” ich hoffe dir ist klar dass nicht die Iraner, sondern die Regierenden in Iran das wollen. Stell dir vor die Kirche wär hier an der Macht. Dann würde es hier auch nicht viel anders aussehen.. Iran braucht Freiheit (sprich: DEMOKRATIE)

  4. Pecos Bill schrieb am 2. August 2011 um 16:34:

    Na, komm, Namenloser… deine Rechtschreibung ist auch nicht so doll. Haste dich schon mal gefragt, ob Kybeline vielleicht aus einem anderen Sprachraum stammt? Nee? Dann weißt du’s jetzt.
    Ansonsten haste natürlich Recht: Volk und Regierung des Iran muss man schon säuberlich trennen.

  5. Kybeline schrieb am 2. August 2011 um 17:20:

    @Namenloser und Pecos Bill

    Dinge wie Erhängen geschehen nicht einfach so wie der Blitzschlag. Sie werden von Menschen gemacht.

    Es gibt natürlich in Iran auch einige Menschen, die nüchtern denken. Genau so wie in Baden-Württemberg. Dennoch haben die Wähler in Baden-Württemberg in diesem Frühjahr genau diese Regierung gewählt – so wie die Iraner Jahren sich diese Diktatur. Deswegen kann man sagen, sie haben es sich selber vorzuwerfen.

    Es wird mir nicht Leid tun, wenn die Baden-Württemberger diese rot-grüne Regierung ertragen müssen, denn sie wollten sie haben.

    Man kann sie aber jedes Mal fragen, ob sie zufrieden sind. So auch mit den Iranern.

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