Muslimischer DITIB-Kindergarten in Mannheim genehmigt

Gastbeitrag: GrundGesetzWatch

Mit nur drei Gegenstimmen der CDU hat der Bildungsausschuß vom Mannheimer Stadtrat einen DITIB-Kindergarten genehmigt. Die drei Mitglieder der CDU leisteten zwar Widerstand und wollten es nochmal vertagen. Sie beanstandeten daß die "Türkisch-Islamische-Gemeinde" die DITIB in Köln als Dachverband ausdrücklich in ihrer Satzung anerkennt. Diesen Passus sollte der Verein aus der Satzung streichen. Die CDU scheiterte kläglich mit diesem Versuch, erhielt aber unerwartete Hilfe vom evangelischen Stadtdekan Günter Eitenmüller - offenbar gibt es noch ein paar wenige Vernünftige - der ein Verfechter des christlich-muslimischen Dialogs ist.

SWR

"Der Versuch, einen rein muslimischen Kindergarten zu gründen, ist meines Erachtens in der Wirkung nicht integrativ", warnt Eitenmüller. Auch wenn dort Deutsch programmatisch als Umgangssprache vorgesehen sei, werde es zu einer Isolation kommen. Die im Konzept des Kindergartens formulierte Zugangsvoraussetzung ist seiner Ansicht nach ausgrenzend, weil einen Platz in diesem Kindergarten nur solche Kinder erhielten, deren Sorgeberechtigte Mitglied im "Verein zur Einrichtung und Erhaltung muslimischer Kindergärten" sein müssen. "Ich hätte mir viel lieber gewünscht, dass sich verschiedene Vereine und Verbände zusammengetan und sich dann für einen anderen Kindergarten entschieden hätten", sagt Eitenmüller. Bei der jetzt geplanten muslimischen Einrichtung würden vor allem Kinder "aus sehr Integrationsfernen" Familien zusammenkommen. "Wenn aber nur türkischsprachige Kinder untereinander sind, warum sollen die dann plötzlich deutsch sprechen?", fragt der Theologe. Er befürchtet, dass diese Kinder im späteren Leben massive Probleme bei der Berufssuche bekommen.

"Ich habe die Furcht, dass die Politik die Einflussmassnahmen des Dachverbandes unterschätzt", sagt der Dekan. Träger des umstrittenen Kindergartens ist der "Verein zur Gründung und Erhaltung muslimischer Kindergärten" unter dem Dachverband "Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V." (DITIB). Ziel des Vereins sei die Förderung von Bildung und Erziehung muslimischer Kinder.

Nach Ansicht von Eitenmüller verhindert der Dachverband DITIB die integrativen Bemühungen in Deutschland und vertrete stattdessen ausschließlich nationaltürkische Interessen. Der Dekan hatte sich zusammen mit den anderen Vertretern aus Kirche und Wohlfahrtsverbänden im Bildungsausschuss der Stimme enthalten. "Integration sieht anders aus", sagt der evangelische Dekan. Sie könne nur funktionieren, wenn Kinder unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Eitenmüller, der selbst ein Verfechter des christlich-muslimischen Dialogs ist und Muslime auch immer ermutigt hat, selbst sozial-caritativ aktiv zu werden, etwa im Bereich der Altenpflege, hat deshalb generell nichts dagegen, "wenn langfristig muslimische Einrichtungen, auch Kindergärten" entstehen - "nicht aber in diesem speziellen Fall

Interessanterweise lehnt die DITIB am selben Tag ab seine Imame in deutschen Hochschulen ausbilden zu lassen als dort aktuell das neue Studienfach Imamausbildung in deutschen Hochschulen diskutiert wurde.

Stuttgarter Zeitung

Unter den muslimischen Verbänden sind die Reaktionen unterschiedlich. Während der Zentralrat der Muslime und der Islamrat den Vorschlag als einen längst fälligen Schritt begrüßen, will DITIB, ein Ableger der türkischen Religionsbehörde, seine Imame weiterhin aus der Türkei holen.


Randbemerkung Kybeline: Warum die DITIB unbedingt die Imame aus der Türkei holen muß, dass erkennt man leicht aus unserem vorherigen Artikel.

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6 Kommentare:

  1. ALADIN schrieb am 12. Februar 2010 um 16:52:

    DITIB = Deutschland Ist Türkisch In Bälde, also: DITIB !

    Gäbe es die islam-typische Verlogenheit nicht,würde anstatt
    'Kindergarten'schon längst der Begriff'Madrasa'benutzt werden!

  2. Blog » Blog Archive » Integration + Kultur des Todes 6 schrieb am 13. Februar 2010 um 07:26:

    [...] Schon wieder ein Schritt zur Integration verfehlt: Muslimischer Kindergarten in Mannheim von der DITIB: http://www.kybeline.com/2010/02/12/muslimischer-ditib-kindergarten-in-mannheim-genehmigt/#more-11491  [...]

  3. Martin schrieb am 13. Februar 2010 um 18:10:

    was ist dabei,ist doch cool.Schließlich gibt es in der Türkei ja auch christliche Schulen.
    Und es gibt auch deutsche muslime.In so einem Kindergarten ist die Sprache doch Deutsch,von daher sehe ich kein problem

  4. Kybeline schrieb am 13. Februar 2010 um 18:26:

    @Martin

    Auch im dritten Reich sprach man Deutsch. Und auch in der Hölle gibt es coole Muslime.

  5. Emine Keles Tüzen schrieb am 4. April 2012 um 09:02:

    Lieber ALADIN,

    natürlich ist es eine MADRASA, aber da wir mittlerweile integriert und manche assimiliert sind und verstanden werden wollen, sagen wir islamischer Kindergarten dazu, Wenn wir nicht MADRASA meinen würden, würden wir es ja auch nur Kindergarten nennen.

  6. Augensand schrieb am 4. April 2012 um 10:02:

    Sabatina James spricht aus eigener Erfahrung von Madrasa. Ist Madrasa dies was Sabatina beschreibt ? Das wäre ja schrecklich wenn das so wäre, dass in einer Madrasa (islamischer Kindergarten) die Wünsche Allahs den Kindern beigebracht werden.
    Man muss sich echt fragen was die "mittlerweilen Integrierten" tatsächlich vorhaben mit der frühen Erziehung der Kinder in einem "islamischen Kindergarten". Ich denke Sabatina James weiss die Antwort ! (siehe Video)

    http://www.youtube.com/watch?v=MBnQG73NC7E

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