Der Teufelkreis der Teufelkreise: Diskriminierung der Türken im “Spiegel”

Dem Spiegel war wieder mal die Disrkriminierung der türkischen Bewerber für Ausbildungsplätze in Deutschland ein Artikel wert:
Und ist der Lebenslauf noch so toll - klingt ein Name türkisch, haben Jobbewerber schlechtere Chancen. Forscher haben Namenslotto mit fiktiven Studenten gespielt. Sie bestätigen, was immer vermutet wurde: Tobias und Dennis bekommen meist das Praktikum, Serkan und Fatih gehen oft leer aus.
Die Spiegel baut diesen Artikel um die Studie von zwei Forschern Kaas und Manger von der Universität Konstanz auf. Diese stellen erst mal - ein wenig mit der Zeit gehend - fest, dass solche Ergebnisse nicht nur in Deutshland, sondern auch in anderen Ländern wie Griechenland, Schweden oder in den USA üblich sind.
Aber fast wehmütig klingt ihre Feststellung, dass sie eigentlich noch mehr Diskriminierung erwartet haben.
Die Werte, die Kaas und Manger ermittelt haben, sind im Vergleich moderat - was wohl an den exzellenten Voraussetzungen in den Bewerbungen lag. Die Konstanzer Forscher hatten den Kandidaten eine für Arbeitgeber wirklich ansprechende Biografie auf den Leib geschneidert. "Wir hatten mit noch mehr Diskriminierung gerechnet", sagte Studienautor Leo Kaas SPIEGEL ONLINE. Er vermutet, dass bei "mittelmäßigen Noten deutlich mehr diskriminiert wird". Dort kämen Vorurteile noch stärker zum Tragen. Außerdem seien bei den Testbewerbungen auch Zeugniskopien angehängt gewesen. Die Unterlagen bieten daher harte Belege für die Fähigkeiten der Bewerber, die Wichtigkeit der subjektiven Einschätzung durch das Merkmal Name nehme dadurch ab.
Darin sehen die Konstanzer Forscher einen Teufelskreis:
Die Konstanzer Forscher sehen einen "Teufelskreis der Diskriminierung": Erst wenn benachteiligte ethnische Gruppen die Chancen erhielten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beweisen, könnten sie die Vorurteile ausräumen.
Nun, wir sehen hier auch Teufelskreise, ja nicht nur einen, sogar zwei:
Wenn Sozifutzis schon vom vornheraus mit einem Ergebnis rechnen, verfälscht diese Tatsache bereits die Zuverlässigkeit und die Objektivität des Forschungsprozesses.
Und der zweite Teufelkreis, der hier sichtbar wird: Wenn ausländische Namen auf die Integration ins Arbeitsfeld so nachteilig wirken, dann ist es bereits ein aussagefähiges Zeichen der Integrationsunwilligkeit, wenn Eltern ihre Kinder Cihad, Jihad, Fatih oder Mohammed nennen.
“Wenn ausländische Namen auf die Integration ins Arbeitsfeld so nachteilig wirkt, dann ist es bereits ein aussagefähiges Zeichen der Integrationsunwilligkeit, wenn Eltern ihre Kinder Cihad, Jihad, Fatih oder Mohammed nennen.”
Klar und deutlich. Besser kann man es nicht aufzeigen.
Zeugnisse von nicht existierenden Personen
erstellen, ist das nicht Urkundenfälschung?