
Die Lage der Christen in Ägypten ist wirklich zum Heulen. Und Bishof Damian kann darüber viel erzählen - hier in einem Interview mit dem Rheinischen Merkur:
RM: Warum töten Muslime Christen?Damian: Die Scharia ist die Grundlage des politischen Gesetzes in Ägypten. Das islamische Recht besagt, dass ein muslimischer Täter nicht bestraft werden darf, wenn das Opfer ein Christ ist. Nur drei der Täter von Nag Hammadi wurden verhaftet. Das bedeutet also, wenn ein Imam zur Gewalt aufruft, kann jeder hoffen, dass er straffrei ausgeht. Muslime sind nicht von Natur aus gewalttätig. Die falschen Lehren der Imame und der große Einfluss, den sie ausüben, sind schuld. Ich war dabei, als ein Imam seiner Gemeinde zurief, jedes Mittel zur Bekehrung der Ungläubigen sei recht. Jedes! Das sind Hasspredigten. Religion und Politik müssen unterschieden werden. Und vor allem muss Ägypten das Grundrecht der Christen auf ein würdiges Leben anerkennen. Denn wir wollen in unserer Heimat ohne Angst leben können.
oder:
RM: Wie sieht der Alltag der Christen in Ägypten aus?Damian: Sie können nicht offen reden. Sobald sie das tun, gelten sie als Verräter. Schon als kleine Kinder lernen sie, ihr Kreuz zu tragen. Sie werden auf der Straße angespuckt und als „blaue Knochen“ beschimpft. Der Ausdruck kommt aus der Zeit, als die Araber die Christen gezwungen haben, schwere Kreuze zu tragen, und sie davon blaue Flecken auf den Schultern bekamen. Meine Nichten, die seit neun Jahren in Deutschland leben, haben vor drei Jahren ihre Heimat besucht. Weil sie kein Kopftuch trugen, rief man ihnen die schlimmsten Schimpfwörter nach, die es gibt. Der Hass gegen Christen wird heute ganz offen gezeigt.
Probleme hat nur der Bishof, wie alle christlichen Gutmenschen, die an das Gute in allen anderen glauben, die wahren Ursachen zu erkennen und deswegen sind seine Lösungsvorstellungen trügerisch. Man merkt die Widersprüchlichkeit schon allein in solchen Darstellungen: "das ägyptische Volk – Muslime und Christen – ein friedliches Volk ist" und der Schuld nur bei den Imamen und Politikern liegt. Aber das sind genau die geblideten Schichten. Also je gebildeter, desto gewaltbereiter. Und tatsächlich haben mehrere Studien und Berichte erwiesen, dass Reichtum und Bildung die Radikalisierung der Moslem-Gesellschaften mit sich bringt. Es ist nur ein Trugdenken zu glauben, dass Armutsbekämpfung und Bildung das Problem lösen würde. Die Welt bleibt an solchen trügerischen Vorstellungen hängen, die jeglichen Grundlagen entbehren. Die Islamischen Fundamentalisten rekrutieren am erfolgreichsten nicht bei den Hilfsarbeitern sondern in den Universitäten, auch hier bei uns in Europa. Dennoch wiederholen alle Gutmenschen papageienartig ständig diese zwei Sachen: Armut und Mangel an Bildung...
Man muß einfach nach anderen Lösungen suchen.
"Armut und Mangel an Bildung" gibt dem Gutmenschen die Möglichkeit, sich auf einer höheren Warte zu fühlen und von dort herab seinen Gegner zu bedauern; ihn nicht als gefährlichen Gegner wahrzunehmen, sondern als eine bedauerliche, verlorene Seele, die mit Güte und Geduld zu retten gilt. Aber dieser Weg hat die koptische Christen über die Jahrhunderte hinweg nur in die Verelendung geführt. Und auch die Gutmenschen Europas reiten uns mit dieser Sichtweise ins Verderben. Wie wäre mal abwechselungshalber eine neue Lösung, eine die der Islam sehr gut versteht: Auf Verbrechen mit Strafe zu antworten, auf islamische Gewaltgelüste mit der bewährten islamischen Peitsche? So lange bis alle Imame lernen, wie sie wirklich friedlich gegen uns sein müssen. Denn gute Worte haben bisher nichts Gutes gebracht.