Wann ist ein Mann ein Mann?
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Heute habe ich zwei entgegengesetzte Artikel gefunden, die neben einander gestellt, ein sehr interessantes Gesamtbild ergeben. Das erste Artikel ist im RP-Online zu finden und der Titel lautet: Kauder beklagt Rollenmuster in türkischen Familien. "Buben werden oft wie kliene Könige erzogen"
Diese Thematik werdet ihr sicher hinlänglich kennen, nicht nur durch Kauders Aussage:
Eine mögliche Folge dieser Erziehung seien Gewaltausbrüche bei den Jugendlichen. "Sie fordern oftmals mit Gewalt eine Vorherrschaft ein, die ihnen von zu Hause aus wie ein natürliches Recht vorkommt"
Der zweite Artikel ist eigentlich ein Artikel-Komplex aus Nuevo-Digital. Der jüngste Artikel heißt:
Vorschlag eines italienischen Ministers, die 18-jährige Söhne "per Gesetz" zu zwingen, das Elternhaus zu verlassen: Die Infantilisierung der männlichen abendländischen Gesellschaft verbreitet sich von den angelsächsischen bis zu den italienischen und spanischen Ländern, mit den typischen Themen von Männern, die nicht erwachsen werden.
Das Thema kennt ihr. Es scheint inzwischen so, dass nicht nur in Italien die Söhne lieber zu Hause bleiben wollen, anstatt ein eigenes Leben einzurichten. (Dieses "Daheimbleiben" ist keinesfalls zu verwechseln mit den früheren bäuerlichen Gesellschaften, wo der männliche Erbe auf dem Hoff blieb.)
Dazu hat der Blogger Javier Monjas aus seinen älteren Artikeln ausgesucht:
1. Artikel Die juvenile Infantilisierung und Efeminisierung der Männer: Verschiedene Institutionen in den Vereinigten Staaten haben eine Zeitgrenze von "drei Sekunden" zu den wahllosen Umarmungen auf der Straße - die sich mit dieser neuen Mode "Free Hugs Campaign" ausbreiten, die ürsprünglich aus Australien stammt. Ich hoffe, diese Sache kennt ihr auch, denn ich hatte solche Irrsinnige schon auf dem Schloßplatz in Stuttgart gesehen.
Der zweite Artikel des Javier Monjas lautet:
Ein Kardinal greift den Feminismus an, der den Mann "efeminisiert und kastriert"
3. Artikel: Vom Rebellieren gegen die Väter, bis zur totalen Abhängigkeit von ihnen. Die großen abendländischen Staaten entfernen sich vom "Crash" der Generationen, hin zu den Söhnen, die mit ihren Erzeugern zusammen leben
4. Artikel: Die Generationen-Recession in den USA: Die Amerikaner in ihren 30ern sind die erste Generation, die weniger verdienen als ihre Väter im selben Alter taten.
Die spanische Artikel sind sehr umfangreich, als dass ich sie wiedergeben könnte. Aber die Titel sind in sich sehr aussagekräftig, so dass ich glaube, ich muß nicht mal erklären, warum ich diese zwei Artikel neben einander gestellt habe.
Übrigens arbeitet J. Monjas sehr viel mit englischen Quellen, so dass hinter den Links oft Artikel zum selben Thema auf English befinden, so z. B. zu diesem Artikel im Times:
Are British men becoming mummys boys too? (Sind die britischen Männer auch zu Muttersöhnchen geworden?)

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