Russland warnt die Nato und die Welt vor dem afghanischen Opiumanbau

Wenn der Taliban in Afghanistan und Pakistan den Nato-Truppen so viel Kopfschmerzen bereiten, geschieht das mit den Waffen, die sich die islamischen Krieger mit Drogengeldern besorgt haben. In einem dramatischen Brandbrief warnt Russland den Westen vor dem Ausmaß und die Gefahr, die aus dem afghanischen Opiumanbau ausgeht:

"Die Situation entwickelt sich nach dem schlimmstmöglichen Szenario", schreibt der russische Topdiplomat. "Meiner Meinung nach, werter Admiral, können Sie Stabilität und Sicherheit nicht gewährleisten, ohne die von Drogen ausgehende Gefahr als einen der wichtigsten Destabilisierungsfaktoren zu berücksichtigen." Erhebliche Mittel aus Anbau und Verkauf von Opium und zunehmend Haschisch flössen den Taliban zu, die damit "Waffen und Sprengstoffe kaufen und Soldaten der Kräfte töten, deren Kommando Sie inne haben."

Der Westen dürfe bei dem Kampf nicht nur die eigenen Interessen im Blick haben, sondern auch die von Partnerstaaten wie Russland. "Afghanisches Heroin tötet 30.000 Bürger meines Landes jährlich", klagt Rogosin.

Spiegel Online

7 Kommentare:

  1. Tempelritter schrieb am 27. Januar 2010 um 01:45:

    Ich verstehe nicht, warum die Felder nicht niedergebrannt werden. Ich meine was machen unsere soldaten da? verticken die das Zeug selber oder beschützen di nur den Drogenhandel, damit unsere Linksfaschistischen Antifanten immer genug zu kiffen haben? von dem Heroin möchte ich erst gar nicht reden. Warscheinlich braucht Onkel Karsei die Drogengelder…

  2. Kybeline schrieb am 27. Januar 2010 um 08:21:

    Niedergrebrannt? Das nutzt der Landwirtschaft, denn die Böden werden dadurch nächstes Jahr besser. Die Lösung wußten die alten Römer: Mit Salz pflügen!

    Deswegen sind die Europäer auf dem Verlierertripp, weil sie an traditionell effiziente Methoden aus lautem Humanismus und Jesuslehre gar nicht mehr zu denken wagen. Und deswegen sind die anderen alle immer effizienter auf ihrem Eroberungsweg: Weil sie solche moralische Hemmungen nicht kennen.

  3. wolaufensie schrieb am 27. Januar 2010 um 09:12:

    …da hätte man doch eine schöne Kooperation der Interssen.
    Russland + Westen gegen die Mohnfelder der Musels.
    Die Choreographie des Kalten Krieges hat doch für eine
    gegenseitige militärische Abstimmung gesorgt, so dass man sie nun eben auf ein gemeinsames Ziel lenken könnte.
    Afghanistan reloaded, diesmal aber mal richtig.

  4. Axel_Bavaria schrieb am 28. Januar 2010 um 18:24:

    Ich verstehe nicht, warum man die drogen nicht ganz einfach alle legalisiert. Die Preise würden sofort in den Keller fallen, und die Taliban würden trotz Rekordernten nur noch einen Bruchteil ihrer bisherigen Einnahmen erzielen.

  5. Pit schrieb am 28. Januar 2010 um 19:26:

    Als ob irgendetwas von diesem Taliban-Heroingeschäft ablaufen würde, wenn es nicht von den entscheidenden Stellen gedeckt, protegiert und gefördert würde: von den USA. Lächerlich.
    Ich vermute, die Drogengeschäfte werden von allerlei Geheimgesellschaften der Welt, geheimen Seilschaften, oft innerhalb der offiziellen Geheimdienste (denn dort sind alle daran gewöhnt, keine Fragen zu stellen eben weil ja alles geheim sein soll und jeder möglichst wenig wissen soll; und weil, in der Natur der Sache liegend, vieles über sehr seltsame Wege geschehen muß), verwendet, um Geld für Operationen zu bekommen, welche sich mit der offiziellen Staatsdoktrin schlecht vertragen; vgl. Iran-Contra Geschichte damals, Oliver North usw.. So stelle ich mir das ganze Geschehen vor.

  6. D. Reinecke schrieb am 28. Januar 2010 um 20:51:

    Morphinarme Mohnsorten sind vorhanden und hervorragend
    zur “Kontamination” afgh. Mohnfelder geeignet.

    Bitte schauen sie sich einmal folgenden link an:

    http://community.zeit.de/user/burdorfbm/beitrag/2009/11/07/drogenanbau-afghanistan-die-alternative-f%C3%A4llt-vom-himmel

  7. Pit schrieb am 29. Januar 2010 um 01:16:

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=146871 :

    Und wer ermöglicht diese größte Opium,- und Heroinschwemme aller Zeiten ? Richtig – es sind die Militärs der USA, Großbritanniens und der deutschen Bundeswehr, die mit dem Geld ihrer Steuerzahler dafür sorgen, dass in Afghanistan soviel Opium und Heroin produziert wird wie nie zuvor. Vor der Invasion des Landes wurde in Afghanistan nur Mohn angebaut und Opium exportiert, jetzt verarbeiten dutzende Fabriken den Rohstoff zu Heroin. Die Kolonnen schwarzer Jeeps, die den begehrten Stoff dann über Usbekistan Richtung Westen transportieren, werden an der Grenze nicht kontrolliert – an dem hochmodernen, mit EU-Geldern finanzierten Kontrollequipment zur Eindämmung des Drogenhandels werden sie vorbeigewunken. Darüber berichtete der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, der dieses Treiben von 2002 bis 2004 beobachtet hat.

    Quelle: http://www.steinbergrecherche.com/mohn.htm#Freund

    Die organisierte Kriminalität (OK) hat das Ruder in der westlichen Welt endgültig übernommen.
    Die Staaten und ihre wesentlichen Institutionen sind zu mafiösen Geschwüren verkommen, bei denen ein Großteil ihrer Repräsentanten eigentlich ins Gefängnis gehört.

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