Daniel Pipes: “Geert Wilders vertritt alle Abendländer, die ihre Werte lieben”

Daniel Pipes (hier im Foto zusammen) schreibt über Geert Wilders:

Wer ist heute der wichtigste Europäer? Ich tippe auf den niederländischen Politiker Geert Wilders. Ich tu das, weil er auf der bestgeeigneten Position steht, um der islamischen Herausforderung in Europa die Stirn zu bieten. Er hat das Potential, eine  Gestalt der Weltgeschichte zu werden.

Die islamische Herausforderung besteht aus zwei Teilen: Zum einen sind die schweindende christliche Religiosität, die Geburtenrate und die kulturelle Unterwürfigkeit zu nennen. Zum zweiten sind die hereinströmende Maßen der Moslem Einwanderer, mit ihrer Fruchtbarkeit, ihrer religiösen Hingabe und ihrem kulturellen Selbstwertgefühl.  Diese sehr dynamische Situation generiert in Europa grundsätzliche Fragen: Wird das Kontinent ihre historische Zivilisation bewahren, oder wird  eine islamische Mehrheit unter dem islamischen Gesetz (Scharia) das Kontinent übernehmen?

Wilders, 46, Gründer und Vorsitzender der Freiheitspartei (PVV) ist der unbestrittene Anführer all jener Europäer, die ihre historische Identität behalten wollen.  Das ist deswegen, weil er und die PVV sich von den meisten europäischen, nationalistischen Antimigrationsparteien unterscheiden.

Die PVV ist eine liberale, konservative Partei der Mitte, ohne neofascistischen, etnizistischen, konspirativen, antisemitischen Wurzeln, oder andere extremistischen Eigenschaften. (Wilders Popularität wetteifert fast mit diejenigen Ronald Reagans.) Wilders langjährige Zuneigung für Israel und sein zweijähriger Aufenthalt dort, wie auch spätere Besuche oder sein Vorschlag, die niederländische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, bezeugen seine moderate Haltung.

Darüber hinaus ist Wilders eine charismatische, intelligente, gradliniege Führungspersönlichkeit, mit Grundsätzen. Er wurde schnell zu der dynamischsten politischen Kraft in den Niederlande. Obwohl er zu einer ganzen Reihe von Themen seine Meinung hat, bilden  der Islam und die Moslems  den Hauptteil. Er hat die Neigung der niederländischen Politiker, auf Sicherheit zu setzen, überwunden. Er nennt Mohammed einen Teufel und fordert die Moslems auf, "die Hälfte des Korans auszureissen, wenn sie in den Niederlanden bleiben wollen." Noch mehr, er sieht den Islam selber als Problem, nicht nur den Islamismus.

Zuletzt, die PVV profitiert von der Tatsache, dass eine breite Masse der  Niederländer, (nicht nur die Nationalisten) die Scharia ablehnen. Das wurde bei der Ermordung des Pim Fortuyn vor einem Jahrzehnt zum ersten mal sichtbar. Pim Fortuyn war ein linkslastiger, ehemals kommunistischer homosexueller Professor, der irgendwann anfing die Meinung zu vertreten, dass seine Werte und sein Lebenstil von der Scharia irrevokabel bedroht wurden. Frotuyns Auftreten kündigte bereits Wilders an. Er gründete eine eigene politische Partei und forderte einen Zuwanderungsstop für Moslems. Nach dem Mord an Fortuyn durch einen Linken im 2002 übernahm Wilders erfolgreich seine Erbschaft.

Die PVV war bei den Wahlen erfolgreich und gewann 2006   6% der Sitze Im Parlament, um drei Jahre später, im Juni 2009 bei den EU-Wahlen 16% der Sitze zu erreichen. Die Umfragen von heute zeigen, dass die PVV eine Mehrheit der Stimmen gewinnen wird und die größte Partei des Landes wird. Sollte Wilders zum Prämierminister werden, könnte er für ganz Europa eine führende Rolle übernehmen.

Aber er wird mit großen Herausforderungen konfrontiert.

Die zerstückelte politische Szene in den Niederlanden macht es notwendig, dass die PVV entweder zugeneigte Partner für eine Regierungskoalition finden mußt (eine schwierige Aufgabe, wenn man die Demonisierung Wilders' als einen "Rechtsextremisten"  durch Linke und Moslems sieht) oder er muß die absolute Merheit im Parlament erhalten (ein entferntes Ziel).

Wilders muß auch die schmutzige Taktiken seiner Opponenten bezwingen. Bemerkenswerterweise haben diese es geschafft, nach 2,5 Jahren Hickhack ihn vor dem Gericht zu zerren, unter dem Prätext der Volksverhetzung. Die Verhandlung gegen Wilders wird am 20. Januar eröffnet. Wenn er verurteilt wird, muß er eine Strafe bis zu 14.000 Dollar zahlen, oder für bis zu 16 Monate ins Gefängnis gehen.

(Die Linksautonomen und Muslime wüßten, was zu tun wäre, wenn einer von ihren Politikern solchen juristischen Schikanen ausgesetzt wäre: Sie würden sogar die Schuhgröße  der Großmutter des Richters und seines Sekräters herausfinden, veröffentlichen, sie mit Drohungen überhäufen. Vielleicht kennt jemand den Namen des Richters?)

Zur Erinnerung: Er ist der führende Politiker seines Landes. Zusätzlich, dank der Morddrohungen muß er ständig mit Bodyguards reisen und ständig seinen Wohnsitz wechseln. Wer ist dann genauer gesagt das Opfer der Verhetzung?

Obwohl ich mit Wilders Ansichten über den Islam nicht einverstanden bin (denn ich respektiere die Religion, während ich die Islamisten bekämpfe) stehen wir Schulter an Schulter gegen diese  Anklage. Ich lehne die Kriminalisierung im Falle der politischen Divergenzen ab, besonders  solche Versuche, Grasswurzel-Bewegungen durch das Gericht zu unterbinden. Dementsprechend unterstützt der juristische Projekt des Middle East Forum Wilders Sache. Wir haben beträchtliche Spenden für seine Verteidigung gesammelt und ihn auch mit anderen Mitteln unterstützt. Wir sind überzeugt von die besondere Bedeutung der freien Meinungsäußerung über das Wesen des Feindes während eines Krieges.

Seltsamerweise würde eine Geld- oder Gefängnisstrafe Wilders Chancen weit erhöhen, Prämierminister zu werden. Aber hier zählt das Prinzip vor der politischen Taktiererei. Er vertritt die Abendländer, die ihre Zivilisation lieben. Der Ausgang dieses Gerichtsprozesses und seine freie Meinungsäußerung betrifft uns alle!

Ich habe nicht alle Links eingesetzt, aber ihr findet sie im Originaltext bei Daniel Pipes.

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Seine letzten Worte erinnern mich an das Motto, was Hemingway einst für seinen Roman Wem die Stunde schlägt gewählt hat:

'Kein Mensch ist eine Insel, in sich selbst vollständig; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinentes, ein Teil des Festlands. Wenn ein Lehmkloss in das Meer fortgespült wird, so ist Europa weniger, gerade so als ob es ein Vorgebirg wäre, als ob es das Landgut deines Freundes wäre oder dein eigenes. Jedes Menschen Tod ist mein Verlust, denn mich betrifft die Menschheit; und darum verlange nie zu wissen, was du mit dem Hetz-Prozess der Verräterjustiz gegen Geert Wilders zu tun hast; dir selbst wird dort der Prozess gemacht.'

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3 Kommentare:

  1. Pit schrieb am 19. Januar 2010 um 19:42:

    etnizistischen

    nicht nur die Nationalisten

    was ist denn mit Nationalismus nicht in Ordnung? Darf also ein Volk nicht über sich selbst bestimmen? Ist nur derjenige akzeptable, der in seinem Land eine ethnisch zersplitterte Bevölkerung will, ja diese bei Nichtvorhandensein absichtlich erzeugt?

    Das heißt also, wer gegen Mohammedanismus sein dürfen will, muß zuerst gegen völkischen Zusammenhalt sein und damit genau die Haltung bekennen, welche überhaupt erst zu der Katastrophe Europas geführt hat? Denn nicht Mohammedanismus ist das Problem, sondern die Masse der eingewanderten mohammedanischen Imperialisten.

    Und darf nur derjenige gegen Mohammedanismus sein, der zugleich Juden ausdrücklich gut findet? Juden sind also grundsätzlich gut? Es gibt nichts, was an Juden zu kritisieren wäre, historisch, oder in ihrer rassistischen Ideologie (Talmud)?
    Warum ist das so?

  2. Das Stuttgarter Hutzelmännlein schrieb am 20. Januar 2010 um 12:11:

    …Ich gebe Pit hier 100% Recht – diese Kritikpunkte sind sehr sehr wichtig!!!

  3. Das Stuttgarter Hutzelmännlein schrieb am 20. Januar 2010 um 12:24:

    Nachsatz: Ich stehe zu Geert Wilders und freue mich sehr für seine Arbeit etc. – ebenso bin davon überzeugt, daß die Mehrzahl der Juden unsere Freunde sind, nur leider gibt es so wie bei “allen Menschen” schwarze Schafe und das muß auch gesagt werden dürfen!
    Was ich aber jetzt eben nicht verstehe, wie man eine Religion wie den Islam “respektieren” kann, wenn doch klar ist, daß der Islam das ultimativ Böse ist!!!! Ein Christ der den Islam respektiert verrät doch seine eigene Überzeugung – falls er überhaupt eine hat?

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