Millionen Impfstoffe übriggeblieben. Wohin damit?
Das ganze Jahr über versuchte man uns mit der Schweinegrippe Angst einzujagen. Man hatte zig Millionen Impfstoffe vorbestellt, und man versuchte mit allen Mitteln die Bürger zu überreden, sich zu impfen. Jetzt sitzen die Länder auf die teuren Impfstoffe und müssen sie irgendwie loswerden:
Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO wegen des neuen Virus H1N1 die höchste Pandemiestufe ausgerufen hatte, bestellten die Länder im Sommer unter Federführung des thüringischen Gesundheitsministeriums 50 Millionen Impfdosen. Zunächst waren die Experten davon ausgegangen, dass jeder Impfwillige zwei Dosen benötige, um einen Schutz zu erlangen. Nun stellte sich heraus, dass eine Impfung reicht. Aus diesem Grund wollen die Länder dem Unternehmen nur noch die Hälfte der bestellten Menge an Impfdosen abnehmen. Voraussichtlich werden selbst die 25 Millionen Impfdosen nicht benötigt. Denn angesichts des milden Verlaufs der Grippe erwiesen sich die Bürger bislang als impfmüde. Nur fünf Prozent haben sich gegen die neue Grippe schützen lassen.
Sollte es den Ländern nicht gelingen, ihre Verträge mit dem Impfstoff-Hersteller nachzuverhandeln, bleiben sie auf den Kosten von rund 700 Millionen Euro sitzen. Die Krankenkassen zahlen nur, was auch "verimpft" wurde. Es gibt bereits Bemühungen, die überzähligen Impfdosen ins Ausland zu verkaufen.
Dasselbe liest man in Welt Online: Hamburg hat vielleicht Glück und kann Impfstoffe für 4 Millionen Euro abbestellen.