Iran erteilt der Schweiz Nachhilfeunterricht in diktatorischem Regieren

Ja, das müssen die Schweizer noch lernen, meint die iranische Regierung. Und prompt ruft man Frau Calmy-Rey an und erklärt ihr, wann und bei welcher Gelegenheit man ein Referendum zulässt und wann man sich das verkneifen muss:

... ein solches Referendum hätte in einem Land, das für sich beansprucht, Demokratie und Menschenrechte zu respektieren, niemals erlaubt werden dürfen. „Religiöse Werte sollten niemals Gegenstand eines Referendums sein“, betonte Mottaki. Für Muslime in aller Welt sei das Ansehen der Schweiz als fortschrittliches Land beschädigt worden.

Der iranische Professor im Unterrichtsfach diktatorisches - ähm, demokratisches Regieren - heißt Außenminister Manouchehr Mottaki. Er kennt sich gut aus. Leider musste Nachhilfeschülerin Calmy-Rey diesmal eine schlechte Zensur mit nach Hause nehmen. Ob der promovierte Diktator-Demokrat auch sein Diplom in Oxford erworben hat wie sein werter Kollege, der iranische Innenminister, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

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3 Kommentare:

  1. Noergler schrieb am 6. Dezember 2009 um 18:53:

    Die sollten alle den Ball flachhalten…

  2. Wighard schrieb am 7. Dezember 2009 um 01:19:

    Mich würde brennend interessieren, was Frau Calmy-Rey auf diese Äußerung geantwortet hat. Leider habe ich diesbezüglich nichts gefunden … vielleicht deshalb, weil dann im Normalfall Frau Calmy-Rey die längste Zeit ein politisches Amt in der Schweiz innegehabt haben dürfte.

    Naja, im Normalfall halt, man wird ja noch träumen dürfen ;)

  3. Cornholio schrieb am 9. Dezember 2009 um 10:47:

    Ich vermute die Botschafterin hat sich vor lachen kaum noch eingekriegt!!! Jedenfalls hätte ich Tränen gelacht, wenn mir ein solcher Staat was vom Thema der Freiheit oder Gleichberechtigung erzählt!!
    Die sollen erstmal vor der eigenen Tür fegen… :D

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