Mein Kampf reloaded?

Es gab in der Weimarer Republik mehrere Arten von Deutschen. Die große Mehrheit kannte den Inhalt von Hitlers Buch "Mein Kampf" gar nicht, jubelte trotzdem Ihrem Führer eifrig zu. Er hatte ja schon einiges getan, um die soziale Frage, die in der freien Demokratie der Weimarer Republik immer stärker aufkam, zu lösen.

Er gab den Deutschen wieder Arbeit durch allerlei Sozialprogramme, wie Autobahnen, Selbstwertgefühl und allerlei Dinge die den Deutschen die Überzeugung gaben, dieser Mann hat es geschafft, das deutsche Volk zu vereinen. Warum sollte man sich noch mit dem Kontext von "Mein Kampf" auseinandersetzen, wenn doch klar war, der ist kein Feind des Volkes, nein im Gegenteil, das ist der wahre Führer für die breite Masse, welche sich nicht mehr erniedrigen lässt.

Dann gab es aber jene Deutschen, die "Mein Kampf" gelesen, richtig studiert und erkannt hatten, was der Führer der Deutschen wirklich wollte. Hitler hatte es in seinem Buch so dargestellt, dass die Demokratie der Grund allen Übels war und dass man gerade die bekämpfen muss, die nicht seiner Meinung waren. Das Parlament, der Reichstag in Berlin etc, das waren für Ihn nur sinnlose Schwatzbuden, mit Demokratie wurde laut Hitler den Bürgern nur vorgegaukelt, dass man vorankommt.

Eine nationale Diktatur müsse her und alle frei denkenden Menschen müssten bekämpft werden und dafür könne nur ein Krieg die Erlösung für das Volk sein. Berechtigterweise warnten viele echte Demokraten vor dem bestehenden Unheil, was dieser teuflische Diktator vorhatte, doch die Masse wollte nicht hören, das Unheil war vorprogrammiert - die geschichtlichen Ergebnisse kennen wir ja.

Und schließlich gab es jene, die das Buch "Mein Kampf" ebenfalls eifrig studiert hatten und wollten, dass dieses Buch unbedingt allen wahren Deutschen überbracht wird, ganz egal, ob diese es nun lesen oder nicht. Hauptsache war, dass man das, was darin stand, nach und nach umsetzen sollte. Jede Form der Täuschung war erlaubt (ein wirklicher Dialog mit Andersdenkenden fand nie statt), um die Ziele von "Mein Kampf" langsam in die Tat umzusetzen - bis hin zur totalen Vernichtung der Gegner dieses Buches. Das Ergebnis war, wie wir wissen, die "bis heute" größte Katastrophe in der Geschichte der Menschheit.

Dieses Buch ist in Deutschland bis heute zu Recht in seiner unkommentierten Form verboten und es wird in allen Demokratien davor gewarnt, weil es offen zur Vernichtung von allen Andersdenkenden aufruft. Dazu aufruft, alle Menschen die anders denken als es ihnen der Führer aufdoktriniert hat, zu vernichten.

So etwas darf nie wieder geschehen, nie wieder dürfen Bücher zur Vernichtung von Demokraten und Andersgläubigen aufrufen. Wer weiß, welche Dimension eine Wiederholung des Ganzen hätte, wenn ein Buch wieder mal im Deckmantel einer ganz anderen Lebensform zu genau den gleichen teuflischen Taten aufruft wie "Mein Kampf"

Wer noch nicht erkannt hat oder sehen will, dass es schon längst ein Buch gibt, dass genauso zur Vernichtung von Andersgläubigen aufruft, der fange mal an, Michael Mannheimers (dem deutschen Fjordman) Essay vom Werterelativismus zu lesen, damit dem letzten gutgläubigen Zweifler klar wird, dass wir uns längst schon wieder in genau der gleichen Situation in Deutschland befinden, wie kurz vor der Machtergreifung Hitlers!

Gastbeitrag: Das Stuttgarter Hutzelmännlein

Tags: , , ,

4 Kommentare:

  1. Pit schrieb am 5. Dezember 2009 um 22:59:

    Hat also der Autor des Beitrags “Mein Kampf” gelesen? Ich bin damit noch nicht so weit vorangekommen, weil ich nach ein paar Kapiteln so schockiert war von der Klarheit und Zutreffendheit des Geschriebenen, daß ich erstmal verdauen muß, was ich bisher über dieses Buch gehört habe. Darum weiß ich nicht, ob später im Buch Sachen kommen, denen ich nicht zustimme.

    Lustig ist auch, wie ein paar US-Schüler eine gute Note in einem Aufsatz bekommen hatten für ein paar sehr brauchbare Prinzipien, die sie anführten. Die Note mußte nachträglich verschlechtert werden, als sich herausstellte, daß es Zitate aus “Mein Kampf” waren. Die sehr sinnvollen Auffassungen waren dann natürlich gleich mal Autobahn. Sorry keine Quelle jetzt…

    Lustig auch, wie in Indien “Mein Kampf” als Management-Literatur genutzt wird, wie man sinnvoll und erfolgsorientiert arbeitet.

    Ich bin sicher, daß es ein furchtbar miserables Buch ist. Denn das wird mir ja von den gleichen Leuten gesagt, die mich wissen lassen, daß Mohammedanismus Frieden ist.

    Muß es mal weiter lesen. Ich hoffe, ich bekomme den Original-Text und nicht einen Text, der mit Kugelschreiber geschrieben wurde, der erst nach 1945 erfunden wurde, so wie das Tagebuch der Anne Frank. Sonst steht ja vielleicht gar nicht das drin, was Hitler sagte, sondern das, was die Linksextremisten mich gerne glauben lassen würden, daß Hitler es gesagt hätte… stay tuned…

  2. Karl Eduard schrieb am 6. Dezember 2009 um 10:04:

    Ich habe mal hineingelesen und einige Sätze und Gedanken Hitlers sind sehr zutreffend, leider findet man den vielzitierten Aufruf zur Vernichtung ganzer Volksgruppen nicht, wer das PDF-Dokument hat, der kann ja suchen. Da steht nirgens, tötet die Juden oder rottet die Juden aus. Es gibt nirgendwo klare Tötungsanweisungen. Nicht mal den Hauch davon.

    Wahr ist aber, Juden und Sozialisten, Juden und Dekadenz, Juden und verrottete Demokratie, das ist für Hitler eins und wer sich die Zeit vor Augen hält, in der der Hitler den Kampf verzapft hat, der kann das nachvollziehen.

    Heute sind übrigens auch die Juden wieder an allem Schuld und das wird von LINKS und RECHTS und der MITTE vertreten. Ob es Israel heißt oder Finanzoligarchie oder Heuschrecken, das ist völlig egal. Nur den Hitler haben sie eben verboten. Die ARD und DIE LINKE nicht. :=)

  3. Kybeline schrieb am 6. Dezember 2009 um 12:20:

    Mir gefällt bei diesem Artikel der Vergleich des Michael Mannheimer: “der deutsche Fjordman”!

    Das finde ich besonders treffend und gelungen!

  4. Hans Dieter Julius schrieb am 22. Januar 2010 um 12:51:

    :redface
    ich stimme euch zu.

    Lieb euch :-*

Schreibe einen Kommentar! Die Kommentare zu den Beiträgen geben nicht die Meinung Kybeline´s wieder. Wir behalten uns vor, sie zu kürzen oder zu löschen. Das betrifft auch Kommentare, die zu sehr vom Thema des Beitrags abweichen. Kommentatoren, die gegen unsere Policy verstoßen, werden gesperrt oder unter Moderation gestellt. Wir bitten unsere Leser, entsprechende Kommentare Kybeline über das Kontaktformular zu melden.:

;) :twisted: :surprised: :rolleyes :redface :mad:) :lol: :idea: :evil: :eek :cry: :cool: :confused: :Pfeil: :Fragezeichen: :D :Achtung!: :=) :-| :-P :) :(