“Van Rompuy ist leider gegen die Türkei-Beitritt”

Heute Nacht, bei 3Sat - Die Schweizer Nachrichten, Bericht über die Personal-Entscheidungen der EU.  (Ist euch schon aufgefallen, dass hier irgendwelcher Präsident auf undemokratischem Wege gewählt wurde, der aber nicht mehr rein repräsentative Funktionen haben soll, wie der dt. Bundespräsident?) Also  die Nachrichtensendung. Stephan Klapproth erzählt über den neuen EU-Präsidenten Van Rompuy. Er sagt, was seine Vorteile sind, z. B. im Vergleich mit Tony Blair. Van Rompuy sei konservativ, sagt er, katholik. Und er kommt aus einem kleinen Staat. Und er ist nicht vorher als eine schillernde Persönlichkeit aufgefallen, sagt er. Laute Vorteile, laute Gründe, weswegen die Herren und Damen Eurokratten ihn gewählt hatten. Schade nur, dass er gegen den Türkeibeitritt sei. Also Klapproth bedauerte das nicht selber, sondern er meinte, dies sei der einzige Makel, der den Eurokratten an Van Rompuy nicht gefallen würde.

Die Schlussvolgerungen möge jeder für sich selber aus dieser Formulierung heraus interpretieren. Beachtet bitte, dass Schweiz kein EU-Mitglied ist, somit ist Schweiz ein Türkeibeitritt im Grunde egal. Auch Klapproth dürfte es egal sein. Diejenigen, die Van Rampuys Position bedauern, sind nicht die Schweizer, sondern eben die brüsseler Eurokratten.

Ich finde zu diesem Hinweis keine andere Quelle, so dürft ihr euch selber mühsam diese Nachricht aussuchen. Es scheint mir aber, dass auch die Türken mitgehört haben, denn als ich "10 vor 10 über van rompuy" in Google eingab, hatte ich nur eine türkische Nachricht erhalten:

'O sözleri ciddiye al?nsa, ba?kan olamazd?'
ntvmsnbc - ?Vor 1 Stunde?
Toplant?da konu?an Komisyonun ba?kan? Finlandiya eski Cumhurba?kan? Martti Ahtisaari, "Van Rampuy art?k 27 üye ülkeyi temsil ediyor. ...

Glaubt ihr denn noch, dass diese EurocRatten sich darum scherren werden, ob ihr die Türkei drin haben wollt oder nicht?

Ein Kommentar:

  1. Thatcher schrieb am 20. November 2009 um 15:40:

    Die Türkei MUSS in die EU. Wer glaubt, das ließe sich abwenden, der weiß nicht, wofür die EU wirklich da ist.

    Die Türkei ist buchstäblich unumgänglich für jemanden, der eine Ölpipeline von Innerasien nach Euroland bauen will, die nicht durch von Russland kontrolliertes Territorium läuft.

    Dummerweise hat Russland nun auch noch Georgien “dichtgemacht”. Seitdem muss man das Entgegenkommen Obamas an die Mullahs unter anderem Vorzeichen betrachten: dem eines Landes, das bald US-”regimechangiert” werden könnte. Das ist noch die “freundlichere Variante”; unter Bush II würde es so abgelaufen sein wie nebenan. Vielleicht muss der Iran also auch noch in die EU? Diese armen PR-Leute; wie sollen sie erst DAS den begriffsstutzigen Europäern vermitteln??

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