“Deutsche fühlen sich fremd in der eigenen Stadt”

Der Titelsatz ist in Dem Westen zu lesen. Unerwartete Worte in einem unerwarteten Artikel! Man kann sich nur fragen, was diese linkslastige Zeitung erwischt hat, auf einmal 180° umzudrehen und so etwas zu schreiben:

„Viele Deutsche empfinden diese Abgrenzung und Überlegenheit als unangenehm. Sie fühlen sich fremd in der eigenen Stadt. Das ist ein Dauerthema. Es gibt viele Beschwerden”, berichtet der Sozialdezernent der Stadt, Bernd Wenske. Die Migranten haben in Bergkamen eine Stadt in der Stadt gebildet. Ganze Siedlungen direkt im Stadtzentrum sind fest in türkischer Hand. Nimmt man türkische Geschäfte, Arztpraxen, Reisebüros und Fahrschulen dazu, in denen Menschen türkischer Herkunft arbeiten, besteht an manchen Stellen überhaupt keine Notwendigkeit, Deutsch zu sprechen. Geschweige denn, zu lernen. Laut Wenske wird fast ausschließlich innerhalb der eigenen Bevölkerungsgruppe geheiratet. „Junge türkische Männer mit jungen türkischen Frauen aus der Türkei”, berichtet er. Diese Frauen kämen aus ländlichen Gegenden, sprächen kaum Deutsch und gäben dieses Defizit an ihre Kinder weiter.

„Leider sind viele Türken in unserer Gesellschaft nicht angekommen”, sagt Wenske, um gleichzeitig einzuräumen, „viele Jahre hat das auch niemanden interessiert”. Niemanden habe es gekümmert, dass die Migranten die deutsche Sprache nur mangelhaft beherrschten und sich somit den Zugang zu Bildung und Aufstieg verbauten. Niemanden interessierte, dass sie den schlechtesten Wohnraum hatten, Knochenjobs erledigten und häufiger arbeitslos waren als Deutsche. „Sie waren auf sich selbst gestellt und irgendwann hat sich eine Eigendynamik entwickelt, die zur Rückbesinnung auf die eigenen Traditionen führte.”

Internat für "Kaderfrauen von Milli Görus"

Genau in diese Lücke, so der Experte für religiöse Vereinigungen in Deutschland, stoße Milli Görus. Jene Vereinigung, die die Grundsätze der Demokratie ablehnt und seit Jahren vom Bundesverfassungsschutz beobachtet wird...

Diesen Artikel sollte man möglichst in seiner Gesamtheit lesen. Es ist noch nicht all zu lange her, hatte ich ganz andere Töne in derselben Zeitung gelesen: Der Westen beweint die Dönerverkäufer

Der Einführungsabsatz von heute, könnte von mir selber sein, wie z. B. in diesem Artikel über die Innenstädte Deutschlands. Aber Der Westen geht sogar noch weiter und sieht nicht mehr allein eine Entfremdung. Es ist eine kollektive kulturelle Enteignung, eine Beschlagnahme durch die türkische Kultur. Und noch mehr, sagt die Zeitung: Der türkische Staatsoberhaupt betreibt die Islamisierung Deutschlands! Der Untertitel des passenden Absatzes heißt:

"Erdogan will eine Islamisierung des Staates"

Hat etwa Der Westen den Besitzer gewechselt?

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