
Hier entsteht ein neuer Krieg:
Der Bürgerkrieg im Jemen droht nun endgültig den nördlichen Nachbarn Saudi-Arabien zu erfassen. Am gestrigen Mittwoch wurde an der gemeinsamen Grenze ein saudischer Sicherheitsbeamter getötet, elf weitere wurden verwundet. Die Angreifer operierten von jemenitischem Territorium aus, es handelt sich dabei um schiitische Rebellen, die die Zentralregierung in Sanaa bekämpfen.
Man soll sich nicht von solchen Schönfärbereien wie "Bürgerkrieg" ablenken lassen. Wenn Saudi Arabien über jemenitischem Boden operiert, dass ist dann kein Bürgerkrieg, sondern ein klassischer Krieg. Mag da noch mal so sehr Al Qaida in Jemen zu bekämpfen sein, eine normale Terrorbekämpfung ist das nur, wenn es die jemenitischen Sicherheitskräfte tun. Und ein normaler Bürgerkrieg ist es nur, wenn die jemenitischen Streitkräfte diese Rebellen bekämpfen. Alles andere ist ein richtiger Krieg.
Die Saudische Luftwaffe griff Stellungen der Rebellen im Norden Jemens an, einen Tag nach dem zwei Saudi Sicherheitsleute an der Grenze getötet wurden, berichtete eine Saudische Webseite Elaph in London am Donnerstag. (London ist eben eine Saudische Kolonie)
The Saudi air force is attacking rebel strongholds in northern Yemen, a day after the rebels killed two Saudi security men on the border, the Saudi-owned, London-based Elaph website reported on Thursday. Reuters
Warum die Welt darüber so gern schweigt? Vielleicht weil Obama nicht Bush ist, oder vielleicht weil Saudi Arabien nicht Iraq ist?
„Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“ soll General Sheridan einst gesagt haben. Nun, er war an Vernichtungskriegen gegen die Indianer beteiligt. Heute ist er dafür nicht etwa geächtet sondern wird verehrt. Viele Straßen, Plätze und sogar ein Panzertyp und Schiff der US-Army sind nach ihm benannt. Trotzdem würde mir selbstverständlich nie einfallen, seinen Spruch auf Moslems zu übertragen.