Umfrage: Deutsche Gesellschaft in Gefahr?
Siebzig Prozent der Bürger sehen es so, sagt eine IFOS-Umfrage, die im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Banken bei 2.300 Befragten durchgeführt wurde.
Diese Vorlage ist für jede Zeitung ein gefundenes Fressen, denn man kann sie nach eigener Denkweise auslegen: Mal ist das Glas halbvoll, mal halbleer. Natürlich bleibt die Stimmung immer pessimistisch, falls man an den alten Spruch denkt. Aber mal betont man die Klage über die soziale Ungerechtigkeit, mal den Egoismus der Bürger, mal das Misstrauen in die Marktwirtschaft.
Siebzig Prozent der Deutschen wünschen sich mehr Gerechtigkeit in der Bundesrepublik. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die de Bundesverbands deutscher Banken durchführen ließ. Demzufolge sind sechzig von hundert Teilnehmern der Umfrage auch davon überzeugt, dass in Deutschland die Gesellschaft sich in den vergangenen Jahren zunehmend auseinanderentwickelt hat. Für die Bundesregierung dürften die Zahlen ein Alarmsignal sein.
Die DCRS sieht für ihre Leser die deutsche Gesellschaft in Gefahr DCRS
Soziale Sicherheit vermisst - Vermisst wird das vor allem im Morgenweb
Und Spiegel Online meint, dass Deutschland auf dem Weg zu einem Ego-Republik ist.
Ist Deutschland auf dem Weg zur Ego-Republik? Sieben von zehn Bürgern beklagen mangelnde Gerechtigkeit im Land, ergibt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen eine Umfrage des Bankenverbands. Das Vertrauen in die neue Regierung ist gedämpft - 60 Prozent fürchten das Auseinanderfallen der Gesellschaft.
Dennoch wird man in allen Umschriften irgendwie den Leitfaden wiederfinden, der zu einem Stichwort führt, was ich euch schon vor ein paar Tagen aus einem niederländischen Artikel gezeigt habe: Zersetzung! Auch die Deutsche Gesellschaft befindet sich mitten in einem Auflösungsprozess und die Bürger spüren es. Diese Umfragewerte besagen genau das.
Die Niederländische Gesellschaft ist dabei, sich aufzulösen.
Bezogen auf die Marktwirtschaft möchte ich nur sagen, dass diese schon lange nicht mehr die reine Marktwirtschaft ist, wie man sie von früher kennt. Heute wird schon der Markt größtenteils von oligarchische Strukturen beherrscht, die dank ihren Absprachen, Lobbyarbeit und Druck auf den Gesetzgeber die unliebsame aufstrebende Konkurrenz bereits in der Entstehungsphase erdrücken können. Und diese Wirtschaftsform befindet sich auf den besten Weg in die Kartellwirtschaft, deren nächsthöhere Stufe dann die Monopolwirtschaft ist. Und die Monopolwirtschaft ist bereits an der staatlichen Planwirtschaft viel näher als an der kapitalistischen Marktwirtschaft, in der man sich noch zu befinden wähnt. Die deutschen Bürger werden die staatliche Planwirtschaft noch aus der alten DDR-Zeit kennen.