Zockergeld GEZ

Eigentlich dachten wir - zumindest die Doofys unter uns - dass die GEZ-Gebühren immer dann erhöht werden, wenn die sogenannte Grundversorgung der Bevölkerung mit Information mit den laufenden Gebühren nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann. Weit gefehlt! Die GEZ wird erhöht, wenn die Damen und Herren von den Öffentlich-Rechtlichen wieder Lust auf ein Glückspielchen haben. Erst neulich haben die Herren vom Bayrischen Rundfunk und vom WDR läppische 147 Mio in die Hypo Real Estate "angelegt". Was danach kam, kann sich jeder vorstellen:

Was macht der öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich mit seinen Gebühreneinnahmen? Mit den knapp acht Milliarden Euro, die pro Jahr eingehen und von denen die Gebührenzahler hoffen, dass sie ins Programm fließen? Den immer weniger genau definierten Auftrag einer „Grundversorgung“ mit Information, Bildung, auch kultureller, und Unterhaltung zu leisten, darin besteht der Sinn von ARD und ZDF. Das auch in der Wirtschaftskrise reichlich fließende Geld will gewinnbringend angelegt sein, es soll einen kulturellen Mehrwert schaffen. Doch es geht auch anders: Man kann die Gebühren auch bunkern und zur Bank tragen. Das tun alle Sender, der Bayerische Rundfunk und der Westdeutsche Rundfunk haben sich dafür allerdings die falsche Bank ausgesucht: die berüchtigte Hypo Real Estate. Dort hatte der WDR 147 Millionen Euro angelegt und der BR 69 Millionen Euro. Das geht aus einer Übersicht zu Guthaben bei der HRE aus dem Herbst 2008 hervor, die dieser Zeitung vorliegt.

und:

Der frühere MDR-Sportchef Wilfried Mohren steht gerade in Dresden wegen Betrugsverdachts vor Gericht (siehe Bericht), er und seine Frau, die beim MDR ein ähnliches Mitnahmegeschäft probierten, wie es der einstige HR-Sportchef Jürgen Emig übte, zahlen dem Sender einen Schadensersatz von 380000 Euro. Wäre das Geld bei der Hypo Real Estate heute nicht sicher, erschienen einem diese Summen im Vergleich als Peanuts. So wird mit öffentlichem Geld öffentliches Geld abgesichert. Der Steuerzahler steht für den Gebührenzahler ein, besser gesagt: für die, die mit seinen Gebühren wirtschaften.

Wer wissen will, ob seine Stadt bei derselben Bank das gute Geld vermehren wollte, der lese den Artikel in der FAZ

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