Bundeswehr will keine türkische Rekruten

Wer hätte das gedacht: Mit dem Pass werden die Türken doch keine richtige Deutsche, zumindest nicht bei der Bundeswehr. Trotz deutschem Pass spricht man immer noch von Türken und Deutschen:

Gute Erfahrungen

Unter den fast 2600 tauglichen Deutsch-Türken war es dagegen nur etwas mehr als ein Drittel (35,2 Prozent). Die Zahlen umfassen laut Ministerium zwar nicht alle Deutsch-Türken, weil Angaben zu einem zweiten Pass bei der Musterung freiwillig seien. Wer von den 2600 tatsächlich antreten musste, lässt sich aber zuverlässig feststellen. Zur möglichen Ursache möchte sich das Ministerium nicht äußern. "Wir haben gute Erfahrungen mit Migranten in der Bundeswehr", sagt ein Sprecher.

Aufgepasst, die Süddeutsche versucht sich durchzumogeln. Die Gute Erfahrungen beziehn sich auf die Kategorie Migrant. Und nur etwa jeder achte Migrant ist Türke.

Warum aber will die Bundeswehr keine Türken haben? Dazu sagt ein Sprecher:

Mehr können als das Gewehr halten

Viele Deutsch-Türken schnitten im Sprachtest aber so schlecht ab, dass sie dauerhaft zurückgestellt würden - meist also nie in die Kaserne müssten, heißt es aus Behördenkreisen. Schließlich soll der Rekrut ja mehr können als ein Gewehr halten - etwa Befehle auf Anhieb verstehen oder Warnhinweise. Dass die Doppelstaatler bei der Prüfung besonders erfolgreich schummeln, glaubt er nicht. "Mogler fallen uns auf."

Hm! Eine der besten Militärtruppen der Welt ist seit über 100 Jahren die französische Fremdenlegion. Und dort funktioniert es auch ohne ausreichenden Sprachkenntnissen bei der Musterung. Ich glaube, die Bundeswehr hätte auch den Mangel an Parkplätzen nennen können, wie unsere Baubehörden, wenn sie sich gegen Moscheebaupläne wehren.Ich glaube, der wahre Grund für die Ablehnung der Türken liegt an Mangel an Vertrauen. Sie sind nicht vertrauenswürdig, schon gar nicht, wenn sie zwei Staatsbürgerschaften haben.:

Die Doppelstaatler unterliegen rechtlich gesehen voll der deutschen Wehrpflicht, auch wenn sie einen türkischen Pass haben. Entscheidend ist, wo sie wohnen. Deshalb in die Türkei zu ziehen, lohnt sich nicht.

Es ist, wie gesagt, Mangel an Vertrauen. Man sieht in den Inhabern solcher Pässe keine richtige Deutsche, keine vertrauenswürdige Bürger, auf die man sich im Ernstfall verlassen dürfte. Jederzeit kann so was passieren, wie im Falle des braven englisch-iranischen Doppelpässlers, der sich für die Treue zu seinem Iranischen Vaterland entschied und sein britisches Vaterland verraten hatte.

Wer macht aber solche idiotische Gesetze und Regelungen? Wer hat dieses Abkommen über den Wehrdienst mit der türkischen Regierung ausgehandelt und abgesegnet? Warum belügt man die eigene und die Papierbürger mit solchen Ausweicherklärungen wie mangelnde Sprachkenntnisse oder unzureichende Parkplätze? Warum macht man nicht solche Gesetze und Regelungen, zu denen man aufrichtig stehen kann? Auch vor dem Volk und auch vor sich selber, wenn man in den Spiegel blickt?

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3 Kommentare:

  1. Jean schrieb am 5. August 2009 um 15:36:

    In Österreich erkennt man Muslime im Bundesheer als ein Sicherheitsrisiko. Zum letzten Papstbesuch durfte die Garde nur mit schießuntauglichen Waffen antreten:

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/380918/index.do

  2. wolaufensie schrieb am 6. August 2009 um 11:17:

    ...wenn ich mir vorstelle, im Ernstfall
    einen Musel mit seiner Knarre auch noch in
    meinem Rücken zu haben, (da hab ich keine Augen)
    dann verzichte ich lieber auf diese Erfahrung,
    da es ja schon so reicht, sie im besagten
    Enrstfall vor einem zu haben.

    ...naja, und Musels als Piloten ...

    Am besten wäre es natürlich auch ,
    in Atomkraftwerken Musels aussen
    vor zu lassen.
    Tücke und Unzuverlässigkeit muss
    doch nicht immer noch belohnt werden.

  3. quer schrieb am 6. August 2009 um 13:53:

    Die Gretchenfrage muß lauten: "Bist Du bereit,vorbehaltlos Dein (neues) Vaterland gegen jedermann zu verteidigen, ohne dies von einer speziellen Verpflegung abhängig zu machen? Bist Du bereit, in jedem Deiner Mitkämpfer den/die eigene(n) Bruder/Schwester unterschiedslos zu erkennen?"

    Der Grad der Ehrlichkeit der Beantwortung kann in einem Psychotest jederzeit einigermaßen zuverlässig geklärt werden. Jemand vom Kaliber Kellek würde diesen Test bestehen.

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