Islamisches Bücherertränken

Wer sagt denn, dass man die Bücher immer verbrennen muß, wie die Nazis oder die sonstigen Fanatiker Europas taten? Man kann die Bücher sehr wohl auch is Wasser schmeißen, nach guter alten islamischen Tradition. Man kann auch viele, viele Bücher auf einmal ins Wasser schmeißen, ja sogar ganze Bibliotheken auf einmal:

Vergangene Woche ließ die afghanische Regierung zehntausende von Büchern in einen Fluss werfen. Dieses feindselige Verhalten gegenüber Büchern hat eine Geschichte

Die Geschichte der historischen Bücherzerstörungen findet man im Artikel im  Der Freitag.

Der letzte Vorfall ereignete sich diese Tage, wie folgt:

Heute nun, sieben Jahre nach dem Fall der Taliban, wo zahlreiche demokratische Länder in Afghanistan sind, um Freiheit und Meinungsfreiheit zu verteidigen und die Regierung eher von Technokraten als von Theokraten geführt wird, sorgte das Kultusministerium dafür, dass das Wasser des Flusses Helmand sich schwarz verfärbte, indem es zehntausende Bücher hineinwerfen ließ. Diese Bücher umfassen Werke über Geschichte und Philosophie ebenso wie Romane und Lyrik, sowie ein heiliges Buch der Schiiten namens Nahjulbalagha. Sie wurden im Ausland von einem der wenigen afghanischen Verleger Ibrahim Shariati veröffentlicht. Diese Bücher wurden vernichtet, während andere Werke über Exorzismus, Magie und Wahrsagerei für die Menschen zugänglich sind.

Als die Bücher vor drei Monaten in der Grenzregion Nimruz eintrafen, fragte der Gouverneur der Region seinen Vorgesetzten, was er mit ihnen machen solle. Das Kultusministerium ordnete daraufhin an, sie in den Fluss zu werfen. Die Ironie des Ganzen besteht allerdings darin, dass, anders als vor sieben Jahren, heute die Hälfte der afghanischen Bevölkerung Zugang zum Internet hat und dieselben Bücher online lesen kann. Selbstverständlich ist es der afghanischen Regierung nicht möglich, Internet-Bücher in den Fluss zu werfen. Sie kann allerdings diejenigen zum Tode verurteilen, die, wie Parviz Kambakhsh, versuchen, Bücher aus dem Internet nachzudrucken.

Der Autor des Artikels erzählt auch, dass die Afghanen sich wundern, was der Sinn der vielen ausländischen Truppen in ihrem Land ist, wenn damit diese bücherertrinkende Regierung unterstützt wird. Aber ich frage mich auch, wieso merken die vielen blinden Gutmenschen nicht, wenn sie ihre Sympathie einer Büchervernichter-Kultur schenken?

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2 Kommentare:

  1. Pit schrieb am 12. Juni 2009 um 23:36:

    wieso merken die vielen blinden Gutmenschen nicht, wenn sie ihre Sympathie einer Büchervernichter-Kultur schenken?

    die Dressurleistung zum Selbsthaß ist wirklich bemerkenswert. Offenbar ist der Mensch sehr weit manipulierbar. Das unterstreicht wiederum die Bedeutung der Medien sowie der Institutionen, welche mit Meinungsbildung befaßt sind im weitesten Sinne.

    Alle diese Institutionen sind darauf ausgerichtet, die Idee der Nation als schlecht darzustellen und die Idee eines einzigen Weltstaates als gut zu verbreiten.

    Das ist Verrat am Deutschen Volk. Es ist Verfassungsbruch, denn jeder Politiker schwört für das Deutsche Volk und eben dieses wird aktiv abgeschafft.

    Und selbsthassende Gutmenschen sind darauf dressiert worden, dies gut zu finden und machen brav ihr Männchen und kläffen brav, was ihnen befohlen wurde.

  2. Blog » Blog Archive » Kreuz schrieb am 15. Juni 2009 um 05:26:

    [...] Das Kreuz beeindruckt so sehr, dass mancher es nicht mehr sehen will: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1192153/Calls-Red-Cross-symbol-axed-links-Crusades.html. Ist schon interessant - die Macht dieses Symbols, Zeichens… (Gefunden über: http://www.pi-news.net/2009/06/beleidigendes-rotes-kreuz-zu-kreuzzueglerisch/#more-66174). Weg, weg, weg - mit allem, das nicht in mein Weltbild passt: Bücher ertränken in Afghanistan - nicht verbrennen - ertränken. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Diesesmal nicht durch die Taliban, sondern durch die Regierung: http://www.kybeline.com/2009/06/12/islamisches-bucherertranken/#more-5210. [...]

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