Mitrovica: Kampf der Serben gegen EU-Truppen

Keine große Sache, würde man meinen:

Im Nord-Kosovo ist eine EU-Patrouille mit Brandflaschen angegriffen worden. Wie die EU-Polizei- und Justizkommission mitteilte, ereignete sich die Attacke am Donnerstagabend in der zwischen Albanern und Serben geteilten Stadt Kosovska Mitrovica. Demnach schleuderten drei junge Männer so genannte Molotow-Cocktails auf drei EU-Fahrzeuge, die im Zentrum der Stadt Streife fuhren. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden, ein EU-Fahrzeug wurde leicht beschädigt. Quelle

Aber Mitrovica scheint sich an der Nahtstelle des Konflikts zwischen Moslem Albanern  und christlichen  Serben zu liegen. Hier gab es bereits im Dezember Unruhen.

Und BBC hat mehr über den derzeitigen Konflikt zu erzählen:

Proteste in einer geteilten Stadt im Kosovo

Die Unruhen setzen sich in der Stadt Mitrovica über den Wiederaufbau von fünf albanischen Häusern in einem Serbischen Stadtteil fort.

Ein EU-Konvoi wurde am Donnerstag Abend angegriffen. Am Freitag wurden die Unruhen gewaltig.

An einer Stelle brachen die serbischen Demonstranten die Absperrung durch und forderten die Eulex auf, sie mit Tränengas zu beschießen.

Roy Reeve, Chef des Eulex, sagte zu BBC: "Ich glaube, dass jeder Versuch, ein Regierungssystem im Norden zu etablieren, wird auf Widerstand stoßen".

Wenn aber die Einsatzkräfte der EU das wissen, dann sind sie dort nicht um Frieden zu stiften, sondern um die Serben zu bekämpfen.

Und ja: Es wurde Tränengas gegen den Serben eingesetzt. Die EU beschoß die Serben mit Tränengas:

"Als Antwort benutzten wir Tränengas und und Betäubungsgranaten, um zu verhindern, dass sie näher kommen und sich in einer legitime Arbeit einmischen, die hier ausgeführt wird."

Wer die Eulex beschoßen hat, ist im Grunde unklar:

Automatic rifle fire was heard around noon today, but it remained unclear who fired the shots. B92

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2 Kommentare:

  1. HHborger schrieb am 3. Mai 2009 um 17:04:

    Es hat bedingt durch den Zerfall Jugoslawiens viele unschöne Kämpfe gegeben. Die Nato hat dem tatenlos zugesehen – mit 2 Ausnahmen, Bosnien und Kosovo. Nur dort wo es um die Interessen von Moslems ging hat die Nato aktiv eingegriffen und dies mit gigantischen Lügengeschichten gerechtfertigt. Zufall? Ich glaube das nicht. Wenn man dann noch bedenkt, dass ausgerechnet die „Friedensaktivisten“ der Grünen ganz vorne mit dabei waren, die Bundeswehr in einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu hetzen, sollte man schon „niedere Beweggründe“ als wahrscheinlich annehmen.
    Während sich die Lage dort, wo die Nato nicht eingegriffen hat, schon lange wieder normalisiert hat, zerbricht an den Nato-Einsatzorten nur das mühsam aufgebaute Lügenkonstrukt und die Probleme sind größer als je zuvor. Fazit: Milliarden an Steuergeldern in den Sand gesetzt und absolut nichts Positives erreicht. Einziger Ausweg bleibt die bedingungslose Kapitulation der Nato und ihr sofortiger Abzug.

  2. Sheldon schrieb am 4. Mai 2009 um 09:44:

    Wird zeit das die Serben wieder mal aufräumen, die wissen schon warum se bei Bosnien und im Kosovo so wehemend gegen ne Abspaltung waren, weils muslimische Staaten sind!

    Also Nato-Trüppchen, am besten abziehen die ham da nix verloren!

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