Wie authentisch sind die Geschichten rund um Mohammed?

Wie ich euch neulich versprochen habe, habe ich ein neues Buch zu meiner Badezimmerlektüre hinzugefügt. Bei solchen Büchern zeigt sich im vollen Umfang, wie vorteilhaft die Sitte ist, auf dem Lokus zu lesen. Denn Mohammeds Leben ist wirklich nur dort verdaulich.
Bereits in der Einleitung stößt man auf etwas, was ich immer schon gesagt habe: Es gibt keine außerislamische Quellen, die die islamische Geschichten rund um Mohammed bestätigen:
In "Externe Zeugen" (Teil der Einleitung, Seite 17-19) heißt es:
Hat es Mohammed wirklich gegeben? Wäre es, wenn es ihn wirklich gegeben hätte, nicht naheliegend gewesen, daß irgendwo ein zur selben Zeit lebender syrischer, irakischer, armenischer, griechischer, äthiopischer, persischer, hebräischer oder aramäischer Chronist eine Bemerkung über Mohammed gemacht hätte? Bis heute wurden solche (nahezu) zeitgenössischen Meldungen nicht gefunden. Was an Inschriften entdeckt wurde, ist schwer zu datieren, zu entziffern und zu interpretieren. Über Mohammed sagen auch sie nichts. Das ist sonderbar und nährt natürlich Zweifel an der Existenz Mohammeds. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das Schweigen der nichtislamischen Quellen jedoch kein starkes Argument. Im Lauf der Jahrhunderte könnte ja leicht irgendwo eine Inschrift, ein Dokument oder eine Chronik verlorengegangen sein. Und daß Mohammed im Bewußtsein der Gläubigen noch lebendig ist, das ist über jeden Zweifel erhaben.
(...)
Wer weiß, was noch unter dem Sand Arabiens oder anderswo verborgen liegt. Die Chancen, schon in naher Zukunft im Mittleren Osten unter Aufsicht der heutigen Regime wissenschaftliche Ausgrabungen durchführen zu können, sind jedoch gering.
Auf Seite 47 (Der Anfang und die Chronologie) heißt es:
Einige Wissenschaftler gehen sogar so weit, zu behaupten, dass viele Berichte über die frühe Zeit rein literarisch seien, das heißt verfaßt, um die Standpunkte zu rechtfertigen, die ihrer Ansicht nach im achten und neunten Jahrhundert vertreten werden mußten. Es könnte sogar noch viel schlimmer sein: Die nahezu komplette Sammlung der Geschichten über die Frühzeit des Islam (und über das Leben Mohammeds) könnte erst im achten und neunten Jahrhundert entstanden sein, und zwar aus Diskussionen über die theologischen, sektiererischen und vor allem politischen Streitfragen, die in dieser Zeit eine wichtige Rolle spielten. Letztere Meinung vertritt zum Beispiel der Historiker John Wansbrough, der 2002 in Alter vom vierundsiebzig Jahren starb. Wansbrough wurde in Illinois geboren, lehrte jedoch sein ganzes Leben an der Londoner School of Oriental and African Studies. Die Korantexte, die Tradition und die Korankommentare enthalten gelegentlich klare Hinweise darauf, dass Wansbrough recht haben könnte, aber ein Hinweis ist kein Beweis. Deshalb kann man heute eigentlich nicht mehr über das Leben Mohammeds oder über den Koran nachdenken, ohne Wansbroughs Meinungen mit zu berücksichtigen - auch wenn diese möglicherweise ganz oder teilweise unrichtig und für viele Muslime inakzeptabel sind.
Ein konkretes Beispiel der Unsicherheiten ist die Darstellung Mekkas. Es gibt kein Hinweis außerhalb des Korans, dass Mekka zu der Zeit Mohammeds eine Handelsstadt war. Keine einzige Quelle belegt das, niemand scheint mit Mekka Handel betrieben und dies irgendwo vermerkt zu haben. Lediglich die Sure 106,2 wurde von der islamischen Literatur als Beleg dafür gesehen. Von hier aus nahmen die westlichen Biographen Mohammeds das als eine erwiesene Tatsache.
Die dänische Wissenschaftlerin Patricia Crone hat ein ganzes Buch geschrieben, um nachzuweisen, dass die Überlieferung, Mekka sei eine Handelsstadt gewesen, ausschließlich auf der Auslegung von Sure 106,2 beruht.(Seite 49)
Ich kann nur sagen, das Buch arbeitet mit wissenschaftlichen Methoden, ist um Objektivität bemüht und ist vielversprechend. Ich kann wirklich nicht begreifen, warum es auf Ablehnung stößt. Aber ja, die Moslems sind angesichts von wissenschaftlichen Fakten in solchen Fällen immer überfordert.
Hallo
Bat Ye´or zeichnet in seinem Buch Der Niedergang des orientalischen Christentums - gestützt auf nichtislamsiche Quellen – ein völlig anderes Bild der frühen arabischen Expansion.
Wichtig dabei ist, dass die eigentlichen Träger dieser Expansion CHRISTLICHE arabische Stämme im Grenzgebiet des Byzantinischen und Persischen Reichs waren. Das stützt die These, dass der Islam erst im späten 8. Jahrhundert entstand, ebenso wie die Tatsache, dass der Koran offensichtlich in wesentlichen Teilen eine Sammlung christlich-aramäischer Schriften ist, die bei ihrer Übersetzung ins Arabische im 8. Jahrhundert bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurden.
Wenn aber heute eindeutig sagen kann, dass der Koran NICHT von Mohammed stammt, wird die Frage nach seiner Existenz eigentlich belanglos.
Gruß
Rewvenge
Uthman ibn Affan – 3. Kalif – bestimmt den Koran in seiner heutigen Form! Nicht Allah und nicht Muhammetle!
nabend,
ich denke schon das es mohammed gegeben hat nur nicht so wie es der koran oder die moslems erzählen.
laut der orient christen sollte mohammed das christentum unter den arabern prediegen.
Es standen ihm drei mönche zu seite unter anderem sargis bahira.
das ganze ging so ca. 200 jahre später in die hose also entstand eine eigenständige
religion die mit ihrem stifter(jesus) und prediger(mohammad) nichts mehr zu tun hat.
grüsse