Was ist besser: Ein islamistischer oder ein gemeiner Mörder?
Viele meiner Leser werden sich noch an den hinterhältigen Morde an den drei Georgischen Christen erinnern.
Wer die Geschichte noch nicht kennt, findet sie u. a. bei PI:
Erst mal so nebenbei die Bemerkung: tolle V-Männer benutzt die Polizei! Es ist schwer, sich auszumachen, ob dieser V-Mann für die Islamisten die Polizei auskundschaftet, oder andersrum. Geld hat er von überall gerafft, auch aus der Beute, die er und seine Komplizen den drei georgischen Autohändler nach dem Mord abgenommen hatten.
Aber hier kommt die Geschichte von heute: Jetzt wurde das Urteil gesprochen. Die Täter plädierten vom Anfang an auf "politische" Morde, d. h. im Klartext: Sie wollen die Opfer aus Religionsgründen ermordet haben, weil diese Christen sind und die Täter empfanden es also als ihre "politische" Pflicht, ein paar Christen irgendwo in Deutschland abzumurksen.
Talib O.'s Geschichte, wonach H. die christlichen Georgier aus religiösem Fundamentalismus mit Hilfe von zwei Vermummten getötet hat, nennt die Kammer "einstudiert". Es gebe keinen Hinweis auf eine islamistische Tat, der Mord am Schafstall sei alles andere als öffentlichkeitswirksam gewesen, was für ein politisch motiviertes Verbrechen charakteristisch sei. Mannheimer Zeitung
Da muß man sich fragen, welche Vorteile die Verteidigung in einem fanatischen islamisch motivierten Tat (den die Mannheimer Zeitung "politisch motiviert" nennt!) erhofft hat? Ist etwa ein islamisch motiviertes Mord in Deutschland eine bevorzugt behandelte Mordart? Irgendwas zwischen einem Raubmord und einem Todschlag im islamischen Affekt? Sagen wir mal, gleichgestellt dem Todschlag unter Alkoholeinfluß? Warum nicht? Totschlag unter Mohammedeinfluß - klingt juristisch annehmbar, oder?
Aber nicht, dass man die Terroristenjäger Deutschlands für Schuldig hält, solchen V-Männern bezahlte Narrenfreiheit zu gewähren:
Das Landeskriminalamt spricht der Vorsitzende von jedem Vorwurf frei: "Es gab keine Hinweise, dass Talib O. dermaßen aus dem Ruder laufen konnte und zur treibenden Kraft eines Dreifach-Mordes wurde."
Und als Finale des Gerichtsspektakels kommt die inzwischen allseits bekannte Tränen-und-Gefühle-Einlage, wie die Kenner auch beim Prozess des afghanischen Schwestermörder Ahmed Obeid jüngst in Hamburg genießen konnten:
Ahmed H. laufen die Tränen weiter über das Gesicht, als sich nach der Urteilsverkündung Kamerateams um seinen Anwalt scharen.
Spürnase: Wilhelm Entenmann