
Es gibt Artikel, die man gar nicht kommentieren möchte, weil sie in sich selber gelungen und lesenswert sind. So ist dieses Interview mit Schirmacher im Focus. Schirmacher kann die Aufmerksamkeit sehr geschickt auf Probleme lenken, ohne diese so aussprechen zu müssen, dass es provokativ wirkt. Einfach lesen!
Schon der Titel ist sehr gelungen ausgewählt und erklärt in sich allein, warum die Moslems weltweit einen Roman über Aishas Leben verbieten möchten, ohne diese Roman überhaupt gelesen zu haben: Es gibt keine mögliche realistische Vorstellung über Aishas Eheleben mit dem fetten alten zahnlosen Mohammed, die nicht pervers anmuten könnte. So lange man bei der reduzierten plakativen islamischen Darstellung bleibt, hat man Puzzelteile, die keinesfalls in ein Stück zusammen passen: Ein Mädchen wird mit 6 verheiratet, zu einem alten Perversling. Und sie ist glücklich mit ihm, sie hat ein erfülltes Eheleben mit ihm, sexuell ist sie total befriedigt, obwohl er neben ihr noch ein Haufen andere Frauen hat. Und obwohl sie ihn mit diesen anderen Ehefrauen teilen muß, ist sie eine emanzipierte, selbstbewußte Moslemfrau. Punkt. So lange man nicht in die bildhaften Details gehen muß, so lange man die Phantasie in ein islamisches Korsett einbindet, kann die Geschichte aufrecht erhalten werden. Aber ein Roman oder ein Film verlangt mehr als das: Man muß das Umfeld darstellen, man muß erklären, begründen, bildhaft, glaubhaft machen, Details aufzeigen... zum Beispiel eine Kusszene: ein neunjähriges Mädchen küsst einen 50jährigen Mann ohne Zähne und sie wird dabei sexuell erregt...
Das ist das Problem.
PS: Der Roman Das Juwel von Medina soll in Deutschland erscheinen.
Ich möchte noch hinfügen, dass ich grundsätzlich nichts gegen 50-jährige Männer habe, ob sie beleibt sind oder nicht, ob sie Naturzähne haben oder nicht… Die sind Menschen wie alle anderen, so lange sie sich nicht beanspruchen, durch den Islam legitimiert minderjährige Mädchen zu beglücken…