Der Bericht einer Kanadierin aus einem türkischen Gefängnis

Die Kanadierin Jeanette Tulluy wurde am 31. August mit dem Vorwurf der Prostitution verhaftet. Sie berichtet über ihren Aufenthalt in der türkischen Gefangenschaft, als sie auf die Deportation wartet, als über ein fürchterliches Erlebnis.

Tulluy wurde während einer Razzia in einem Hotel im Stadtteil Fatih von Istanbul, wo sie mit ihrem Freund wohnte.

Tulluy zog vor zwei Jahren nach einem touristischen Aufenthalt in die Türkei und war in einer Partnerschaft im Modern Sultan Hotel in Sultanahmet und Red Isle Management Health Services (Irgendeine Dienstleistung im Gesundheitswesen?)

Die Verhaftung verursachte ernsthafte diplomatische Verwicklungen zwischen Kanada und der Türkei.

40 in einem Zimmer

Nachdem ein Beamter sie in den Raum führte, hatte sie Schwierigkeiten, ihre Tränen zurück zu halten, während sie erzählte.

Sie sagte, dass sie mit anderen Inhaftierten in einem Raum wohnt, mitunter zahlreiche Kinder. Sie sagte, dass der Raum keine Stühle und Tische hatte, so dass die Menschen auf dem Boden oder auf den Betten sitzen mußten. T. sagt, dass obwohl viele zu zweit in einem Bett lagen, sie ihr eigenes Bett hat.

T. sagt, dass sie nicht schlafen konnte, weil die Lichter bis in den Morgengrauen angelassen wurden und es zu laut war.

"Alle sind so gestresst, es gibt keine Hoffnung", sagte sie. "Wir bekommen sehr wenig zu Essen. Manchmal geben sie uns ein kleines Stück Brot und sagen: 'Hier ist dein Essen' aber das ist kein Essen. Es ist, als ob sie die Menschen zum Tode hungern wollen. Man darf Essen kaufen, aber man bekommt sehr wenig Essen für das Geld. Alles ist sehr schmutzig hier. Sie behandeln uns wie die Hunde. Die Polizei sagt sogar, dass sie uns so behandeln wie einen Hund oder ein Tier."

T. sagte, dass sie keine Angst vor die anderen Gefangenen hatte, aber vor der Polizei.

"Als ich zuerst verhaftet wurde, schlug mich eine weibliche Polizistin. Und es war nicht nur das", sagte sie.

Auch andere Dinge sind passiert. Nachdem man mich hierher brachte, holte man mich um 4 Uhr früh. Was gibt es um diese Uhrzeit? Sie starten mich an, dann sandten sie mich zurück. Aber warum? Es ist erschreckend. Man weiß nie, was sie mit einem demnächst vorhaben. Eine Nacht wurde einer Frau übel. Man holte einen männlichen Arzt, der sie dann angeschrien hatte. Das verängstigte sie so sehr, dass sie den Arzt bat, ihr nicht zu helfen. Alle Frauen hier sind krank, wie ich. Wir alle husten. Und das ist nicht alles, aber alles, was ich sagen kann. Was mir passiert ist, ist ein Verbrechen. Aber was in dieser Einrichtung geschieht, dass ist sogar ein größeres Verbrechen."

Als man sie fragte, ob sie wüßte, was ihr Vergehen war, sagte sie: "Ich glaube nicht, dass ich einen Fehler gemacht habe. Aber ich bin hier und mein Freund ist frei. Kann mir jemand sagen, warum? Warum bin ich hier und was für ein Vergehen lastet man mir an?"

T. sagt, dass sie nur noch nach Hause will und fügt hinzu: "Ich glaube, dass dieses Land ein Problem hat, aber ich liebe es dennoch. Ich will hier leben aber ich will das nicht noch einmal durchmachen."

Quelle: Turkish Daily News

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