Geislinger Zeitung
Nach den Wochenenden der Randale zwischen türkischstämmigen und rechtsgerichteten Jugendgruppen in Geislingens Oberer Stadt - die Lage hat sich zwischenzeitlich beruhigt - hält Oberbürgermeister Wolfgang Amann keinen weiteren runden Tisch für nötig. Das sagte er auf Anfrage von SPD-Stadtrat Thomas Reiff jüngst im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats. "Wir haben kein Extremismusproblem, sondern ein Integrationsproblem", berief sich der OB auf Polizeichef Manfred Malchow. Es gebe den Integrationsrat, in dem Rudi Ebert als städtischer Integrationsbeauftragter mitarbeite, es gebe die Kommunale Gewaltprävention und zudem sei für die Obere Stadt eine zusätzliche Sozialarbeiterin für präventive Arbeit eingestellt worden.
Reiff will hingegen eine breite gemeinsame Aussprache zwischen Stadtverwaltung und den Bewohnern der Oberen Stadt, da hier Ängste bestünden. Er stellte dies als offiziellen Antrag für eine der nächsten Gemeinderatssitzungen.
Außerdem regte er an, quasi Notfallpläne auszuarbeiten. Manfred Thiele (GAL) sprach sich ebenfalls dafür aus, Szenarien zu entwerfen und durchzuspielen. Demgegenüber hält Amann wenig von "Schubladenpapieren" und plädiert für eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei. rod
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Veröffentlicht/zuletzt bearbeitet am 6. Juli 2008 von
Kybeline
Kategorie:
Migranten