Ene mene mu, wer darf unsere Kinder unterrichten?

RAF-Susi Albrecht durfte an unsere Kinder ran. Das Oberschulamt in Bremen hatte keinerlei Bedenken. Und hätte die Bildzeitung Susi nicht aufgesprüt, würde sie sich wahrscheinlich heute noch auf Kosten der Grundschulkinder resozialisieren.

Auch bei der Konvertitin Doris Graber hat das Oberschulamt lediglich wegen des Kopftuchs Bedenken gehabt. Wenn das Tuch weg ist, darf sie weiter die Kinder bearbeiten. Ich bin mit dem baden-württembergischen Schulamt einer Meinung, dass das Kopftuch ein Religionssymbol ist, das in der Schule nichts zu suchen hat. Aber ich denke ein Stück weiter: Die Ideologie steckt im Kopf und nicht im Kopftuch. Der Kopf einer Konvertitin, die gegen dem Oberschulamt und für den Islam bis zum Verfassungsgericht zu gehen bereit ist, hat meiner Meinung nach ebenso wenig in der Schule zu suchen, wie ihr Kopftuch.

So weit so gut. Aber heute lese ich diese Meldung beim Pro NRW:

Vor zwei Tagen empörte die Nachricht, dass der frisch gewählte Vorsitzende des pro NRW Bezirksverbandes Ostwestfalen, Herr Thomas Borgartz, aus politischen Gründen von seiner Stelle als Fachlehrer bei dem Technologie- und Berufsbildungszentrum in Bielefeld beurlaubt wurde, jeden aufrichtigen Demokraten. Dieses skandalöse und äußerst rechtswidrige Verhalten „à la DDR“ hat zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen für Herrn Borgartz geführt. Selbst das „Westfalenblatt“ qualifiziert in seiner heutigen Ausgabe die Vorgehensweise gegen Herrn Borgartz als demokratiefeindlich.

Quelle

Nun, wir wollen unseren Kopf jetzt darüber nicht zerbrechen, wie rechtspopulistisch die Pro NRW sein mag. Aber sie wird nicht von der Verfassungsschutz beobachtet:

"Pro NRW" und die anderen "Pros" jedoch sind laut Verfassungsschutz derzeit nicht "Beobachtungsobjekt". WDR

Dagegen sind Konvertiten und RAF-Terroristen eindeutig als gefährlich zu betrachten. Hierzu brauche ich gar keine Quellen anzugeben, denn jeder kann für sich selber die zwei Stichwörter "Konvertit" + "Verfassungsschutz" ergoogeln. Und über die Staatsfeindlichkeit der RAF erübrigt sich jede Diskussion.

Zu diesem Punkt angelangt, brauche ich wahrscheinlich nicht einmal mehr meine Frage zu stellen: Nach welchen Kriterien werden unsere Lehrer ausgesucht bwz. aus dem Amt entlassen? Nach welchen Kriterien selektieren die Oberschulämter die Lehrer, die unsere Kinder gegen uns, unsere Werte, unsere demokratische Grundordnung und gegen unser Grundgesetz ideologisieren sollen?

Zum Schluß kann ich nur die Empfehlung aussprechen, dass die Bürgerverbände unbedingt eine Reform des Schulamtes in ihren Programmen aufnehmen und dies mit Nachdruck verlangen.

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5 Kommentare:

  1. olaf61 schrieb am 5. Juni 2008 um 06:29:

    Richtig, die Ideologie steckt im Kopf. Aber so weit denken diese Gutmenschen nicht.

  2. Gegen-Wind schrieb am 5. Juni 2008 um 09:55:

    Also meine Kinder werden mit Sicherheit nicht von jemandem mit Kopftuch unterrichtet werden!!
    Ob Kippa oder Schwesterntracht wäre mir egal,
    aber das islamische Kopftuch symbolisiert mehr als Religion!
    Es ist ein politisches Zeichen.

  3. Thomas Borgartz schrieb am 5. Juni 2008 um 10:31:

    Ich hatte schon vor Jahren auf einem ähnichem Fall reagiert, da war ich noch nicht beim tbz Paderborn.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,373360,00.html

    Unter
    http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/michael-csaszkoczy/
    habe ich mich wie folgt geäußert:"

    (#9) Thomas meinte am 07.12.2006 dazu:
    " Der Beamte leistet seinem Dienstherrn einen Eid die Gesetze zus achten und jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten."

    Das ist nicht nur eine Formel mit der man automatisch eine Eintrittskarte für einen fast unkündbaren Arbeitsplatz erhält, sondern fordert ein besonderes gegenseitiges Treueverhältnis ...zwischen dem Staatsdiener und dem Staat.

    In dem Interview wird auch diese Grenze nicht eindeutig markiert. Darf er den Beruf nicht ausüben weil er bei einer Anti-Nazi Demo gemeldet war? Oder weil er in der Antifa aktiv ist?
    Nein, natürlich ist das nicht der Grund. Aber im Interview klingt dieses so. Unterschwellig wird her dem kritischen Leser die Information unterschoben- wer links denkt und handelt ist ein Staatsfeind. Zum Glück sind wir nicht alle auf dem linken Auge blind und stellen sich dieser Desinformation des Herrn Csaszkóczy durch gute und kritische Beiträge.

    Auch versucht er durch die Verwendung der politischen Standortbestimmungen wie linsradikal und linksextremistisch den Leser die Sicht auf die Fakten zu verschleiern.

    Radikal sind wir doch alle. Links, rechts, oben , unten, nördlich oder südlich.Was ist den radikal? was extremistisch?

    Ein Extremist ist einer, der durch sein Verhalten für die Abschaffung mindestens einer der Grundprinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung fordert.
    Wer also eine Einheitspartei oder einen Führer fordert, wendet sich so gegen die Pluralismus, Meinungsfreiheit und das Mehrparteienprinzip.

    Das ist strafbar!

    Radikal sein ist nicht strafbar, wenn wir damit nicht gegen die Grundprinzipien unserer Grundordnung verstoßen
    Wer die Forderung erhebt, alle Ausländer sofort auszuweisen, verstösst nicht gegen die Prinzipien unserer Grundordnung; ob er jedoch mit dieser radikalen Maßnahme Gehör findet ist mehr als fraglich.
    Auch die Forderung nach der Todesstrafe ist eine radikale Forderung. Aber extremistisch ist auch diese Forderung nicht.
    Die sofortige Stillegung aller Atomkraftwerke ist auch radikal. Schließlich bedeutet es auch eine radikale Abwendung von der bisherigen Energiepolitik.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass die Aussage der Antifa..."Weil wir nicht denken, dass sich auf parlamentarischem Wege".
    (Pluralismus und Mehrparteienprinzip)!!

    ..."an den herrschenden Unterdrückungsverhältnissen(!)
    Grundlegendes ändern wird",
    (Durch demokratische Neuwahlen oder durch die Einführung der Scharia?!)einen eindeutigen extremistischen Charakter hat.
    Ob sie strafverfolgungswürdig ist hat die Staatsanwaltschaft zu entscheiden.

    Weiter...
    ..."Militanz ist für uns ein legitimes Mittel im Kampf um Befreiung”.(Befreiung von was und durch was?)

    ..."Auch davon wollte ich mich nicht distanzieren, weil ich das als eine Verhöhnung derjenigen betrachten würden, die z.B. gegen den Nationalsozialismus bewaffnet Widerstand geleistet haben".
    (Welch absurder Vergleich!Damit verhöhnt er auch den bewaffneten Widerstand von Bürgern in linksextremistischen Staaten)

    Auch ich möchte meine Kinder nicht von Personen mit dieser "Meinung", unterrichten lassen. Weder in einem sozialwissenschaftlichen noch naturwissenschaftlichen Fach. Auschlaggebend ist für mich sein Verhältnis des Herrn Csaszkóczy zur unserer Grundordnung."

  4. Kybeline schrieb am 5. Juni 2008 um 10:58:

    Für mich hat sich das Dillema viel einfacher gestellt:
    Der Verfassungsschutz hat andere Ansichten über den Radikalismus und Verfassungssfeindlichket mancher, als das Schulamt. Das Selektionsverfahren der beiden Ämter in den drei von mir gezeigten Beispielen ist total entgegengesetzt. Dasraus ergbit sich eine logische Schlußfolgerung, die jede für sich ziehen kann.
    Wenn wir uns einig sind, dass der Verfassungsschutz zuständig und kompetent ist, darüber zu entscheiden, wer verfassungsfeindlich ist und wie man unsere Verfassung schützen muß - dann aber sind die Selektivkriterien des Schulamtes, nach denen die Lehrer ausgesucht werden, total falsch. Und dann bedarf es einer grundlegenden Reform. Dann muß man diese Kriterien neu definieren. Ich würde sagen, es ist ein ähnliches Problem wie in der Justiz.

    Und bei den Medien auch - wobei es hier um die öffenlich-rechtlichen geht, denn die sonstigen Medien sind privat, da kann man höchstens über das Nachrichtenrecht sprechen (was immer die korrekte juristische Bezeichnung sein mag)

  5. Fact - Fiction » Blog Archive » Bibliothek leiht Muslime, Hexen, Transen und Atheisten aus schrieb am 8. Juni 2008 um 17:13:

    [...] Fans randalieren in Frankfurt Kybeline: Ene mene mu, wer darf unsere Kinder unterrichten? Blutspenden in der Moschee schafft Vertrauen in Ehingen Christine Schirrmacher: Man will kritische [...]

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